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Dauerfristverlängerung

Jeder Unternehmer ist verpflichtet regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen an das Finanzamt zu übermitteln und die gemeldete Steuer zu begleichen. In welchem Turnus die Meldungen abgegeben werden müssen ist abhängig vom Umsatz des Vorjahres. Gem. §18 Abs.

2 UStG ist der regelmäßige Zeitraum das Kalendervierteljahr. Überschreitet die gemeldete Steuer im Vorjahr 7500 Euro, muss die Meldung monatlich abgeben werden. Die monatliche Meldung ist übrigens bei Neugründungen im ersten Jahr immer verpflichtend. Bei weniger als 1000 Euro kann die Meldung auch jährlich abgegeben werden. Die Frist für die Abgabe ist jeweils der 10. des Folgemonats.

Da die Frist für viele Unternehmer nicht einzuhalten ist, wurde die Möglichkeit einer Dauerfristverlängerung geschaffen. Die Regelung findet sich im §46 UstDV (Umsatzsteuerdurchführungsverordnung). Wer diese Möglichkeit nutzen will, muss bei seinem zuständigen Finanzamt einen Antrag stellen. Seit 2011 ist zwingend die elektronische Abgabe der Meldung vorgeschrieben. Der Antrag ist bis spätestens diesem Tag zu stellen, an dem die erste Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben ist. Nimmt das Finanzamt den Antrag an, kann der Unternehmer künftig die Umsatzsteuer einen Monat später abgeben. Dieser Antrag ist für jedes Jahr neu zu stellen.

Um dem Unternehmer durch die verzögerte Meldung und Steuerzahlung keinen Zinsvorteil zu verschaffen, ist mit dem Antrag auf Dauerfristverlängerung eine Sonderzahlung zu leisten. Die Höhe der Sonderzahlung beträgt 1/11 des Vorjahres und ist im §47 Abs. 1 UStDV festgelegt. Diese Vorauszahlung wird bei der letzten Umsatzsteuervoranmeldung des Jahres mit verrechnet.

Beispiel:
Ein Unternehmer hat im Vorjahr 11.000 Euro Umsatzsteuer bezahlt. Die Meldungen müssen monatlich abgegeben werden. Die erste Meldung des Jahres muss also zum 10.02. beim Finanzamt vorliegen, ebenso muss die Zahlung bis zu diesem Tag beim Finanzamt eingehen.

Die Dauerfristverlängerung soll in Anspruch genommen werden. Dazu muss bis spätestens 10.02. der Antrag gestellt werden, und die Sonderzahlung beim Finanzamt eingegangen sein. Die Höhe der Sonderzahlung muss der Unternehmer selbst berechnen. Sie errechnet sich mit 1/11 von 11.000 Euro (Umsatzsteuer Vorjahr), und ergibt also 1.000 Euro.

Ab sofort kann der Unternehmer seine Meldung einen Monat später abgeben, was bedeutet, dass die Januar-Meldung sowie die Zahlung erst am 10.03. beim Finanzamt eingehen muss. Die geleistete Sonderzahlung von 1.000 Euro wird in der Dezember-Meldung verrechnet. Hat also der Unternehmer im Dezember 1.500 Euro Umsatzsteuer zu bezahlen, werden die 1.000 Euro mit abgezogen, so dass nur 500 Euro bezahlt werden müssen. Die Meldung ist zum 10.02. des Folgejahres abzugeben. Zu diesem Datum muss dann auch bereits der Antrag für die Dauerfristverlängerung des nächsten Jahres abgeben werden.

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Gedruckt am Donnerstag, den 19.10.2017 .

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