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Umsatzsteuer in Mazedonien

Taxa pe valoarea adaugata (TVA)

Die kleine Republik Mazedonien liegt im Süden Europas und wird von den Ländern Griechenland, Albanien, Kosovo, Serbien und Bulgarien eingeschlossen. Mit einer Fläche von ca. 25.000 km² ist es etwas größer als das deutsche Bundesland Hessen, hat jedoch mit etwa 2 Mio. Einwohnern nur etwa ein Drittel soviel wie Hessen. Diese, für europäische Verhältnisse eher dünne Besiedelungsdichte lässt sich auch darauf zurückführen, dass das Land sehr gebirgig ist. Etwa 80% der Landesfläche ist von Gebirgen geprägt und enthält teilweise unberührte Naturflächen, die ein wahrer Traum für Fauna und Flora sind. Leider kann Mazedonien aus diesen herrlichen Landschaften keinen großen Nutzen ziehen, weder im Bereich Landwirtschaft noch im Tourismus.

Mazedonien war Teil der ehemaligen Republik Jugoslawien und machte sich aufgrund des Zerfalls des Vielvölkerstaates 1991 unabhängig. Trotzdem kam das Land nicht zur Ruhe. Der angrenzende Kosovo-Krieg hinterließ auch in Mazedonien seine Spuren. Sogar in jüngster Zeit – für Mitteleuropäer kaum vorstellbar – kam es immer wieder zu Kämpfen, die erst 2001 durch Friedensverträge zum Stillstand kamen. Seither versucht Mazedonien auch wirtschaftlich Stabilität zu zeigen, und gilt seit 2005 offiziell als EU-Beitrittskandidat.

Im Zusammenhang mit dem Versuch, vergangene Schäden wieder aufzubauen, und eine gefestigte Staatsfinanzierung zu erreichen, wurde im Jahr 2000 die Mehrwertsteuer eingeführt. Um die Auflagen eines künftigen EU-Mitgliedes schrittweise zu erfüllen, muss auch das Mehrwertsteuersystem den EU-Richtlinien angepasst werden. Dazu gehört unter anderem, dass der reguläre Steuersatz mindestens 15% beträgt und wenigstens ein ermäßigter Steuersatz mit mindestens 5% gilt.

Zumindest diese Auflagen erfüllt Mazedonien mit einem derzeitigen Steuersatz von 18% und einem ermäßigten Steuersatz von 5% bereits.

Der ermäßigte Steuersatz gilt allerdings nur für sehr wenige Güter, wie etwa

  • medizinische Güter
  • Grundnahrungsmittel.

Es gibt keinen Nullsteuersatz. Die Steuersätze gelten natürlich auch für die Einfuhr von Waren. Davon ausgenommen können kostenlose Hilfsgüter auf Antrag zollfrei eingeführt werden.

Mazedonien war bereits als Teil von Jugoslawien eine wirtschaftlich sehr schwache Region. Dieser Status hat sich leider noch nicht grundlegend geändert. Mit einem Anteil von 11% am BIP nimmt die Landwirtschaft – trotz der schwierigen landschaftlichen Gegebenheiten – für europäische Verhältnisse einen relativ hohen Stand ein. Die Industrie kann hier mit einem Anteil von weniger als 30% am BIP noch keine stabile Wirtschaft bilden. Das Land ist noch geprägt von Abwanderung, Arbeitslosigkeit und innenpolitischer Instabilität. Zwar ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg der Außenhandelsbeziehungen zu verzeichnen, die negative Außenhandelsbilanz besteht jedoch immer noch.

Mazedonien hat bis zum Beitritt in die EU noch einige Arbeit zu leisten. Bis es soweit ist, entdecken vielleicht auch die Touristen die schönen und malerischen Gebirgsregionen Mazedoniens.

Entwicklung der Steuersätze

Zeitraum Normalsatz Ermäßigter Satz
Seit 2000 18,0% 5,0%

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Gedruckt am Dienstag, den 30.05.2017 .

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