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Umsatzsteuer in Bosnien und Herzegowina

Das Land Bosnien und Herzegowina liegt auf der Balkanhalbinsel und grenzt an die Länder Serbien, Montenegro sowie an Kroatien. Der Anschluss ans Mittelmeer ist nur wenige Kilometer lang. Das Land ist mit einer Fläche von ca. 51.000 km³ und etwas mehr als 4,5 Mio. Einwohnern, relativ dünn besiedelt. Das liegt vor allem daran, dass etwa 60% der Fläche bewaldet und durch die Gebirgsregionen schwer zugänglich ist. Diesem Umstand verdankt die Republik Bosnien Herzegowina, dass sich die Natur eine breites Artenvielfalt in Fauna und Flora erhalten konnte. Trotz diese gewaltigen Ressource konnte das Land noch keinen einschneidenden Durchbruch im Bereich Tourismus verbuchen. Geschuldet wird dies vor allem der bewegten Geschichte, auf die Bosnien und Herzegowina zurückblicken kann.

Als Teil des ehemaligen kommunistischen Landes Jugoslawien erreichte Bosnien und Herzegowina 1992 zwar die Unabhängigkeit, konnte jedoch erst drei Jahres später, nach dem Ende des Bosnienkrieges, mit dem Aufbau und der wirtschaftlichen Weiterentwicklung beginnen. Bereits vor der Unabhängigkeit galt die Region als wirtschaftlich schwacher Bereich. Leider konnte dies bis heute nicht revidiert werden. Trotzdem muss hervorgehoben werden, dass hohe Anstrengungen unternommen werden, eine wirtschaftliche Stabilität zu erreichen.

Die heutige Mehrwertsteuersystem wurden in Bosnien Herzegowina im Jahr 2006 eingeführt, und löste das bis dahin gültige Mehrphasensystem der Besteuerung ab. Mit einem Normalsteuersatz von 17% wurde ein relativ moderater Steuersatz eingeführt, der zum einen zu einer Verbesserung des Staatshaushaltes beitragen sollte, und zum anderen an das Steuersystem der EU-Länder angelegt wurde und somit den internationalen Handel erleichtern sollte. Daneben sind zahlreichen Waren und Leistungen gänzlich von der Steuer befreit.

  • Die Steuerbefreiung gilt zum Beispiel für:
    • religiöse, soziale und humanitäre Einrichtungen,
    • Gesundheitsleistungen, medizinische Leistungen
    • Bildungseinrichtungen
    • Postsendungen
    • internationale Transporte

Die Umsatzsteuer ist monatlich bis zum 10. des Folgemonats anzumelden und zu bezahlen. Ähnlich wie in EU-Staaten gibt es auch in Bosnien-Herzegowina eine Art Kleinunternehmerregelung. Unternehmer die weniger als 50.000 KM (Konvertible Mark) Jahresumsatz haben, sind von der Umsatzsteuer befreit, es sei denn sie verpflichten sich freiwillig dazu. Diese Verpflichtung gilt dann allerdings für fünf Jahre.

Bosnien-Herzegowina betreibt einen regen Außenhandel, wobei die wichtigsten Handelspartner Kroation, Slowenien, Italien, Deutschland und Österreich sind. Leider übersteigen die Import bei weitem die Exporte, so dass die Handelsbilanz ein hohes Defizit aufweist. Zwar werden bereits 64% des BIP aus dem Industriesektor erwirtschaftet, allerdings sind ein hoher Anteil der Exporte Rohstoffe oder Halbfertigerzeugnisse aus Holz und Mineralien. Folglich liegt ein geringer Verarbeitungsanteil vor, was sind in einer hohen Arbeitslosenzahl widerspiegelt. Es wird von einer Arbeitslosenquote von 40% gesprochen, wobei die Dunkelziffer relativ hoch ist.

Bosnien-Herzegowina hat also noch einen weiten Entwicklungsweg vor sich, um Anschluss an die Industriestaaten der Europäischen Union zu finden. Beitrittsverhandlungen wurden bereits geführt. Bereits 2008 wurde ein Abkommen getroffen, dass eine wichtige Vorstufe für eine mögliche Aufnahme ist. Sollte die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin wie angestrebt voran gehen, wurde ein EU-Beitritt für das Jahr 2020 ins Auge gefasst.

Entwicklung der Steuersätze

Zeitraum Normalsatz
seit 01.01.2006 17%

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Gedruckt am Dienstag, den 17.01.2017 .

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