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18.07.2012 - 14:07
Anhebung der Mehrwertsteuer für Bücher wird in Frankreich wieder rückgängig gemacht

Neue Regierung, neues Glück! Dieses Motto scheint zurzeit in Frankreich zu gelten. Kaum wurde Sarkozy von Hollande abgelöst, geht dieser des Staates liebsten Kind mächtig an den Kragen. Die Rede ist von der Mehrwertsteuer. Während der Rechnungshof unlängst dem neuen Präsidenten vorschlug, durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer das Haushaltsloch zu stopfen, denkt dieser über die Senkung derselben bei Büchern nach. Als einziges Kultobjekt soll das Buch mit einem Satz von 5,5 Prozent, anstatt der aktuell fälligen sieben Prozent versteuert werden.

Am 4. Juli wurde der Assemblée nationale, der nationalen Versammlung, ein neuer Gesetzestext für den Artikel 24 vorgelegt, welcher ab dem 1. Januar 2013 gelten soll. Die Einführung zum neuen Jahr erfolgt demnach zu diesem Zeitpunkt, damit die Buchhändler und Verlage sich auf die Umstellung einstellen können. Begründet wird die Steuersenkung mit den geringen Margen, mit denen die Buchhändler zu kämpfen haben. Somit seien die höheren Steuern für diese unzumutbar. Die geringere Steuerlast soll ferner den Abbau von Stellen im Buchhandel verhindern.

Die Umstellung ist für den Staat nicht billig. Ungefähr 50 Millionen Euro Kosten kommen dafür auf ihn zu. Angesichts des Lochs in der Haushaltskasse eigentlich unbezahlbar, doch die Branche sei es wert, war aus Regierungskreisen zu hören. Mit der Unterstützung des Buchhandels erleichtere man allen den Zugang zur Kultur, gab Aurélie Fillipetti als neue Kulturministerin unmittelbar nach ihrer Ernennung bekannt.

Auch die beliebten E-Books finden im neuen Gesetzestext Beachtung. Demnach gilt die Bestimmung für alle Bücher, egal welcher Art und inklusive der elektronischen Ausgaben. Ob die E-Book-Branche daraus jedoch einen Nutzen ziehen kann, wird sich erst noch ergeben. Die EU-Kommission kündigte an, dass man gegen Luxemburg und Frankreich ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der Reduzierung der Mehrwertsteuersätze für E-Books einleiten wird. Eine prompte Stellungnahme erfolgte daraufhin vom französischen Verlegerverband Syndicat national de l´edition (SNE). Darin legte der Verband die Argumente dar, die einen ermäßigten Steuersatz für E-Books begründen.

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