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12.09.2012 - 13:59
Auch bei geringer Umsatzsteuer kann eine Abgabeverpflichtung für eine Umsatzsteuer-Voranmeldung bestehen

Die deutschen Steuergesetze sind komplex und man kann sie nicht einfach von sich schieben. Besonders Unternehmen verlieren im Steuerdschungel schnell den Überblick, sollten aber wenigstens über ein paar Dinge bescheid wissen, wie etwa den nachfolgenden Sachverhalt, sofern sie zu den Betroffenen gehören.

Wer im Jahre 2011 so wenig Umsatz gemacht hat, dass nicht mehr als 1.000 Euro Umsatzsteuer fällig waren beziehungsweise sind, muss in 2012 keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen einreichen. Die Umsatzsteuerjahreserklärung reicht dann aus. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, die man kennen sollte, um nicht ungewollt zum „Steuersünder“ zu werden und sich das Finanzamt zum Feind zu machen.

Zuerst einmal können die Regelungen über die Befreiung von der Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung im § 18 Abs. 2 Satz 3 UStG nachgelesen werden. Sie sind allerdings weitaus weniger kompliziert als die Ausnahmen, die es gibt. Darum ist es wie so oft besser, sie zu kennen anstelle der Gründe, wann man von der Umsatzsteuer-Voranmeldung befreit ist. Beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ist das Finanzamt nämlich berechtigt, abweichend von den Regelungen im oben genannten Paragraphen, die Umsatzsteuer-Voranmeldungen trotzdem zu fordern.

Ein Grund sind beispielsweise nachhaltige Veränderungen in der betrieblichen Struktur. Diese ergeben sich unter anderem bei der Betriebsaufgabe oder der Betriebsveräußerung. Ist der Steueranspruch zum Beispiel durch eine drohende Insolvenz oder durch Nichtzahlung des Steuerschuldners gefährdet, kann ebenfalls auf die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen bestanden werden, um Nachteile für den Fiskus zu vermeiden. Ist im laufenden Jahr von deutlich höheren Umsätzen und demzufolge von einer höheren Umsatzsteuer auszugehen, kann das Finanzamt ebenfalls die Ausnahmeregelung durchsetzen und auf die Voranmeldungen bestehen.

Eine Übersicht, wann die Befreiung zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen nicht greift, erhält man mit dem BMF-Schreiben vom 31.08.2012, welches das Aktenzeichen IV D 3 – S 7346/12/10002 trägt. Hierin ist die Änderung von Abschnitt 18.2 Abs. 2 Satz 3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses geregelt. Zu finden ist es im Internet.

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