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01.03.2014 - 12:32
Die Lohnsteuer in Deutschland

Die Lohnsteuer wird in Deutschland seit dem Jahr 1925 mittels der Lohnsteuerkarte berechnet. Die Lohnsteuerkarte wurde in das Einkommenssteuergesetz verankert und seit ihrer Einführung müssen Arbeitgeber die Lohnsteuer direkt den den Staat zahlen. Seit dem Jahr 2005 sind die Arbeitgeber dazu verpflichtet die Lohnsteuerbescheinigung elektronisch an die Finanzämter zu übermitteln. Bei der Übermittlung der jeweiligen Lohnsteuerdaten wird die elektronische Steueridentifikationsnummer (eTIN) verwendet, um zu gewährleisten dass diese sicher übertragen werden. Das jährliche Aufkommen aus der Lohnsteuer belief sich mit Stand 2012 auf 149 Milliarden Euro. In Deutschland werden die Lohnsteuereinnahmen zwischen dem Bund, Ländern und Gemeinden mit zwei mal 42,5 Prozent und 15,0 Prozent aufgeteilt.

Auf gesetzlicher Seite ist der Arbeitnehmer der Schuldner der Lohnsteuer während der Arbeitgeber sich für die Berechnung der Lohnsteuerhöhe bei jeder Lohnabrechnung verantwortlich. Der Lohnsteueranteil des Bruttolohns behält der Arbeitgeber ein und muss dieses Geld direkt an das Finanzamt abführen. Der Arbeitgeber trägt eine hohe Verantwortung, da er die Haftung für die richtige Einbehaltung und Überweisung der Lohnsteuer an die Steuerbehörden übernimmt. Die Zahlung der Lohnsteuer an das zuständige Betriebssstättenfinanzamt muss monatlich spätestens am zehnten Tag nach Ablauf des Anmeldezeitraums erfolgen. Als Anmeldezeitraum ist jeweils der aktuelle Kalendermonat vorgeschrieben. Wenn sich die abzuführende Lohnsteuer auf über 1.000 Euro und weniger als 4.000 Euro belaufen, so gilt als Anmeldezeitraum das Kalendervierteljahr. Bei einer Lohnsteuerzahlung von unter 1.000 Euro muss die Lohnsteuer einmal im Kalenderjahr angemeldet werden.

Der Gesetzgeber hat Lohnsteuerklassen eingeführt und diese beinhalten jährliche Freibeträge. Die Höhe der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer steht in den amtlichen Lohnsteuertabellen. Es wird zwischen der “Allgemeinen Lohnsteuertabelle” und der “Besonderen Lohnsteuertabelle” unterschieden. Bei der besonderen Lohnsteuertabelle ist die Lohnsteuer wegen der gekürzten Vorsorgepauschale höher.

Entsprechend der Lohnsteuerklasse gelten unterschiedliche Grundfreibeträge. Der steuerfreie Grundfreibetrag beläuft sich für das Jahr 2013 auf 8.130 Euro und wird jährlich neu festgelegt. Die höchsten Steuerklassen V und VI haben keinen Grundfreibetrag. Die Kinderfreibeträge haben seit dem Jahr 1996 keine Auswirkung mehr auf die Lohnsteuerhöhe. Im Jahr 2014 wurde er auf 8.354 Euro angehoben und der Eingangssteuersatz von 14 Prozent unverändert beibehalten. Daneben erhalten Arbeitnehmer eine Vorsorgepauschale und einen Pauschalbetrag von 36 Euro für sonstige Sonderausgaben. Zusätzlich profitieren Arbeitnehmer seit 2011 von einer auf 1.000 Euro belaufenden Werbungskostenpauschale. Der Umfang der Vorsorgepauschale richtet sich nach der Höhe des Bruttolohns und kann unterschiedlich ausfallen.

Der Arbeitnehmer kann bei Fragen zur Lohnsteuer einen Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch nehmen. Die Lohnsteuerhilfevereine existieren seit dem Jahr 1964 und haben die Aufgabe den Steuerzahlern eine Hilfe bei Steuerangelegenheiten anzubieten. Nach dem Gesetz dürfen sie jedoch nur begrenzte Unterstützung bieten.

Im Lohnsteuergesetz hat der Gesetzgeber eine so genannte Nullzone festgelegt in welcher keine Steuer berechnet wird. Nach der Nullzone folgt eine Progressionszone und dabei werden Grenzsteuersätze beim zu versteuernden Einkommen erhoben. Bei einer bestimmten Einkommenshöhe beginnt die Linearzone und die Erhebung eines Spitzensteuersatzes. Die Wahl der Lohnsteuerklasse hat nur eine begrenzte Auswirkung auf den zu zahlenden Umfang der Steuern. Weitere Informationen zur Lohnsteuer lassen sich auf www.lohnsteuere-kompakt.de nachlesen, ebenfalls kann dort direkt die Steuererklärung online eingegeben werden.

Wie hoch die Steuerschuld des Arbeitnehmers endgültig ausfällt, darüber informiert der Einkommenssteuerbescheid des Finanzamtes. Wenn mehr Lohnsteuer einbehalten wurde als Einkommenssteuer berechnet wurde, ergibt sich für den Steuerzahler eine Erstattung. Sollte die Einkommenssteuer die Lohnsteuer übersteigen, muss der eine Nachzahlung an das Finanzamt überwiesen werden.

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