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Allgemeines
24.03.2010 - 22:13
Die Mehrwertsteuer als Werbemittel
Während der Steuerzahler sich darüber empört, dass er auf die meisten Dinge 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss und die Politiker immer mal über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer debattieren, nutzen zahlreiche Händler diese Steuer, um neue Kunden in ihre Geschäfte zu locken. Vom Autohändler bis zum Zubehörladen für Computer finden sich immer wieder pfiffige Geschäftsleute, die ihren Kunden die Mehrwertsteuer „schenken“. In Wahrheit geben sie einen Teil ihrer Marge, also ihres Gewinns weiter. Abführen muss der Händler ohnehin nur die Differenz zwischen der eingenommenen und der an die Zulieferer und Großhändler bezahlten Mehrwertsteuer.
Wenn sie den Kunden das vermeintliche Steuergeschenk machen, bedeutet das nichts anderes, als das sie den Nettopreis für das Produkt reduzieren. Dadurch minimiert sich auch die von ihnen zu leistende Steuerlast. Während der Kunde sich über eine Preissenkung von neunzehn Prozent freuen darf, haben die Händler rechnerisch maximal die Hälfte ihres am beworbenen Produkt zu erzielenden Gewinnes in die Werbeaktion gesteckt.
