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02.05.2011 - 20:21
Die Mehrwertsteuer und der Urlaub

Es ist wieder so weit: Draußen lockt die Sonne und die Menschen erinnern sich daran, dass man ja mal so langsam seinen Sommerurlaub planen und buchen müsste, wenn man von günstigen Preisen profitieren möchte. Doch was ist dabei hinsichtlich der Mehrwertsteuer zu beachten?

In Deutschland haben wir seit einiger Zeit die Besonderheit, dass die einzelnen Leistungen der Gastronomen mit unterschiedlichen Sätzen der Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden müssen. Die reine Übernachtungsleistung gehört zu den begünstigen Dienstleistungen und wird nur mit sieben Prozent besteuert. Das Frühstück, die Halbpension oder Vollverpflegung ist eine klassische Dienstleistung. Darauf müssen Gastwirte und Hoteliers derzeit 19 Prozent Mehrwertsteuer erheben. Interessant ist das für diejenigen, die für berufliche Reisen die Kosten steuerlich geltend machen können und zu den Unternehmern gehören, die umsatzsteuerpflichtig sind.

Als privater Urlauber kann einem das eigentlich egal sein, weil für das Abführen der Steuer der anbietende Hotelier oder Gastronom verantwortlich ist. Nach den für Deutschland gültigen Vorschriften zur Gestaltung der Preise handelt es sich bei den angebotenen Reisepreisen immer um Bruttopreise, wenn sich die Angebote an private Kunden oder an alle Kundengruppen richten. Sollte sich eine Reiseagentur ausschließlich auf Businesskunden spezialisiert haben und Nettopreise angeben, dann muss dies detailliert gekennzeichnet sein, so dass sich auch der steuerliche Laie den Gesamtpreis selbst ausrechnen kann.

Eine weitere Besonderheit hinsichtlich der Mehrsteuer ergibt sich bei Reisen ins Ausland. Wenn man dort Einkäufe tätigt, kann es sein, dass man beim Händler gegen Vorlage des Ausweises die Mehrwertsteuer sofort abgezogen bekommt. Diese Geschäfte sind in den meisten Staaten besonders gekennzeichnet.

Ist das nicht der Fall, kann man sich die Mehrwertsteuer auf Grund zwischenstaatlicher Abkommen erstatten lassen. Dazu benötigt man spezielle Belege, auf denen sowohl die Art der Ware als auch ihr Nettopreis und der Steueranteil genau verzeichnet sind. Auch der Name, die Adresse und die Steuernummer des Verkäufers müssen darauf mit vermerkt sein. An den meisten internationalen Airports findet man Anlaufstellen, bei denen man die Anträge auf die Steuererstattung geltend machen kann. Sie sind sehr beliebt, deshalb sollte man sich durchweg überall auf ein wenig Wartezeit einstellen. Für gewerbliche Reisende halten die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern gute Informationen bereit, was beispielsweise ein Blick auf http://www.hwk-leipzig.de/3,0,2563.html beweist.

Was man auf jeden Fall wissen sollte, ist die Tatsache, dass die Regelungen zur Erstattung der Mehrwertsteuer nur dann angewendet werden können, wenn es sich um Waren handelt, die legal aus dem Urlaubsland ausgeführt und in Deutschland eingeführt werden dürfen. Außerdem sollte man beachten, dass es hinsichtlich des Zolls bei einigen Dingen Mengenbeschränkungen, die unter Umständen sogar altersabhängig sein können.

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