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08.01.2013 - 08:55
Eine Geldanlage in Gold unterliegt nicht zwangsläufig der Umsatzsteuer

In den derzeit herrschenden unsicheren Zeiten suchen viele Menschen nach einer Alternative zu den herkömmlichen Geldanlagemöglichkeiten. Eine interessante Option scheint Gold zu sein. Es unterliegt kaum Wertschwankungen, ist nicht von der Inflation bedroht und als internationales Zahlungsmittel anerkannt. Das Ausfallrisiko geht dementsprechend praktisch gegen Null. Daher lässt sich Gold durchaus als sicher bezeichnen.

Wer in Gold investieren möchte, sollte wissen, dass es direktes Anlagegold gibt. Auf dieses wird in Deutschland keine Umsatzsteuer erhoben. Unter Anlagegold fallen Goldbarren und –münzen im handelsüblichen Rahmen. Folgende Voraussetzungen müssen Barren und Münzen erfüllen, damit sie die Bezeichnung Anlagegold tragen und dementsprechend umsatzsteuerfrei erworben werden können: Das Prägedatum muss nach 1800 liegen, Münzen müssen als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt gewesen sein oder aktuell als ein solches gelten sowie einen Marktpreis analog zum Goldgehalt aufweisen.

Die Umsatzsteuerbefreiung von Anlagegold ist gut durchdacht. Die Europäische Union möchte damit Gold als Finanzinstrument interessanter machen. Zu beachten ist allerdings, dass die realisierten Gewinne aus dem Gold unter Umständen einer Besteuerung unterliegen können.

Umsatzsteuer fällt dagegen beim Ankauf von Goldschmuck und Medaillen aus Gold sowie historischen Goldmünzen, bei denen sich der Preis nach der Seltenheit und nicht dem Goldwert berechnet, an. Für Schmuck und Medaillen werden 19 Prozent fällig. Historische Goldmünzen unterliegen einer Staffelung. Der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent wird bei einem Preis von mehr als dem 2,5fachen Goldwert erhoben, ansonsten gilt der volle Umsatzsteuersatz.

Zu den handelsüblichen Goldmünzen gehören unter anderem der kanadische Maple Leaf, der US-amerikanische Eagle und die Britannia aus England. Sie sind in verschiedenen Stückelungen erhältlich. Diese reichen von rund einer Zehntel Unze bis zu einer vollen Unze. Größere Stückelungen gehen oft mit einem günstigeren Preis einher. Man bekommt also mehr Gold für sein Geld. Bei den kleineren Münzen sind die Kosten der Herstellung oft höher und das schlägt sich auf den Preis nieder. Auch auf Goldbarren trifft das zu.

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