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08.01.2013 - 08:52
Erhöhte Umsatzsteuer führt in Portugal zu Massensterben bei Restaurants

Die Menschen in Portugal lieben das Essen in geselliger Runde in einem Restaurant. Egal, ob sich mitten in der Woche, am Sonntag oder an einem Feiertag die Gelegenheit bietet, der Portugiese sucht gerne ein Restaurant auf und speist auswärts. Das war jedenfalls früher so, früher, als die Wirtschaftskrise das Land noch nicht fest in ihrem Griff hatte. Jetzt werden die Restaurantbesuche noch weniger, denn die Umsatzsteuer wurde um satte zehn Prozent angehoben, und zwar von 13 auf 23 Prozent.

Gute portugiesische Hausmannskost und diese zudem äußerst preiswert wird in den Restaurants geboten. Dass das Betreiben eines Restaurants ein gutes Geschäft war, beweisen unter anderem die vielen kleinen Einkehrmöglichkeiten in der Altstadt von Lissabon. Von den zahlreichen Sitzmöglichkeiten sind in der Gegenwart oft nur wenige besetzt. In besseren Zeiten ging das Geschäft bereits um zehn Uhr am Vormittag los. Da standen die Gäste bereits bis auf die Straße und warteten geduldig, um einen Platz zu bekommen. Heute warten nur noch die Betreiber und Bediensteten des jeweiligen Lokals, ob überhaupt jemand kommt.

Natürlich ist die Wirtschaftskrise nicht von jetzt auf gleich gekommen. Schon seit Längerem sind die Probleme in Portugal offensichtlich und nicht nur den Einheimischen bekannt. Die Zahlen der Restaurantgäste gingen in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Kaum einer kann sich noch einen Restaurantbesuch leisten. Mit der Anhebung der Umsatzsteuer kommt ein nächster Paukenschlag. Sie wurde von der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds, der sogenannten Troika, gefordert und ist ein wesentlicher Bestandteil des EU-Rettungsschirmes, von welchem sich auch Portugal Hilfe erhofft.

Bisher konnten sich die Restaurants durch kleine Schummeleien über Wasser halten. Der Vorwurf der Steuerhinterziehung wird aber immer lauter. Deshalb ergreift die Regierung ab nächstem Jahr geeignete Maßnahmen, um an ihre rechtmäßigen Steuereinnahmen zu kommen. Dann erhält jeder Gast eine Rechnung, ob er will oder nicht. So werden die Steuerlücken geschlossen und ein Großteil der Restaurants wohl auch.

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Gedruckt am Montag, den 23.01.2017 .

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