S

hallo

Sprungnavigation

Direkt zum Inhalt, zur Hauptnavigation, zur Unternavigation, zur Suche

Hauptnavigation

Das Informationsportal zum
Thema Umsatzsteuer aus
aller Welt.

04.06.2012 - 11:01
EU gibt Deutschland Steuerspartipps

Die EU hat sich in der vergangenen Zeit mit der Wirtschaftspolitik seiner Mitgliedsländer auseinandergesetzt. Für Deutschland hält die EU als Empfehlung eine Steuerreform bereit. Schwerpunkt derselben sind nach Ansicht der Experten in Brüssel die Abschaffung von Ausnahmen bei der Einkommensteuer und der Mehrwertsteuer sowie eine Grundsteuererhöhung. Im Gegenzug ist eine Senkung der Abgaben- und Steuerlast für den Arbeitnehmer wünschenswert.

In den Ausführungen der Kommission, die am 30. Mai bekannt gegeben wurden, spricht man von einer Verringerung der Steuerlast, die sich auf den Faktor Arbeit auswirkt. So werden Arbeitsplätze gefördert und eine Erhöhung des langfristigen Wachstumspotenzials erreicht. Die im vergangenem Jahr gegebene Zusage, dass man durch derartige Reformen gering Qualifizierten einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen will, sieht die Kommission “nur teilweise” erfüllt.

Die Stellungnahme ist Teil der vereinbarten stärkeren Koordinierung der Wirtschaftspolitik innerhalb der EU. Bei Nichtbeachtung sind zwar keine unmittelbaren Strafen vorgesehen, aber das Drängen zu Strukturreformen ging hauptsächlich von der Bundesregierung aus. Auf dem nächsten EU-Gipfel Ende Juni ist die Übernahme der Empfehlungen für alle 27 Staaten geplant.

Die Kommissionsvorschläge betreffend das deutsche Steuersystem haben eine größere Steuerreform zum Ziel. Ein neues System zur Mehrwertsteuer wird für eine Senkung der Lohnbelastung empfohlen. Die ermäßigte Mehrwertsteuer in Höhe von 7 Prozent findet auf zu viele Produktgruppen Anwendung und ist nicht effizient. Zur Förderung bedürftiger Bevölkerungsgruppen gibt es weitaus erfolgversprechendere Wege. Die Kommission bemängelt weiterhin, dass im Reformprogramm der Bundesregierung von 2011 eine Überprüfung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze angekündigt wurde, ein Jahr später war im Reformplan allerdings keine Rede mehr davon.

Ferner gebe es bei anderen Steuern ebenfalls zu viele Ausnahmen. Als konkretes Beispiel wurde der Steuervorteil für Dienstwagen genannt. Mit diesem erreiche man eine Förderung der Autonutzung, was umweltpolitisch fragwürdig sei. Außerdem führe die Bevorteilung zu hohen Steuerausfällen und Steuerzahler ohne Dienstwagen würden benachteiligt. Gleiches träfe auf die Entfernungspauschale und die Ausnahmen bei der Ökosteuer zu. Die Entfernungspauschale ist in anderen EU-Staaten gänzlich unbekannt.

< Böser Angriff auf britisches Nationalgericht – Pasties sollen versteuert werden  |  « Zurück zur Übersicht »  |  Mehrwertsteuersenkung bei Medikamenten gefordert >

Die URL dieser Seite ist: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/news/eu-gibt-deutschland-steuerspartipps.html
Gedruckt am Montag, den 18.12.2017 .

Alle Informationen wurden nach besten Wissen erstellt.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen kann jedoch keine Haftung übernommen werden.

Die Texte und Grafiken auf www.die-mehrwertsteuer.de sind urheberlich geschützt.
Jede Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Genehmigung durch uns.
Beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/nutzungsbedingungen.html

© Copyright by FRASUDIA UG (haftungsbeschränkt) | www.die-mehrwertsteuer.de


Notizen: