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10.09.2012 - 18:30
Falsche Berechnung der Umsatzsteuer – was nun?

Wer Unternehmer ist, hat die Pflicht, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung einer Leistung die Rechnungsstellung an den Leistungsempfänger vorzunehmen. Der Ausweis der Umsatzsteuer gehört dabei oft zu den unverzichtbaren Angaben. Hat man diese falsch berechnet, ist das fast immer mit Nachteilen für den Unternehmer und den Rechnungsempfänger verbunden.

Hat der Rechnungsaussteller versehentlich einen zu hohen Steuerausweis vorgenommen, also beispielsweise statt dem korrekten verminderten Steuersatz von sieben Prozent den falschen allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent ausgewiesen, schuldet er dem Finanzamt den in der Rechnung stehenden Mehrbetrag. Der Rechnungsempfänger ist dagegen berechtigt, die gesetzlich geschuldete Steuer abzuziehen. Das bedeutet, der Steuerabzug ist in der Höhe zulässig, wie sie für den ausgeführten Umsatz laut Gesetz angefallen wäre. Ein Vorsteuerabzug ist aber ausgeschlossen, wenn der Rechnungsaussteller die Umsatzsteuer falsch ausweist und die Umsatzsteuer nur gem. §14c UStG schuldet.

Wurde vom ausstellenden Unternehmen die Umsatzsteuer zu niedrig ausgewiesen, bezugnehmend auf das oben genannte Beispiel dementsprechend sieben statt 19 Prozent, so wird die Umsatzsteuer in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe geschuldet. Der Rechnungsempfänger darf allerdings lediglich den in der Rechnung ausgewiesenen Steuerbetrag abziehen.

Bei einem unrichtigen Steuerausweis kann der Steuerbetrag jederzeit gegenüber dem Leistungsempfänger korrigiert werden. Auch gegenüber dem Finanzamt ist eine Korrektur möglich. Dafür müssen die unrichtigen Angaben mit Hilfe eines Dokuments übermittelt werden, aus dem eindeutig hervorgeht, dass es sich auf die betroffene Rechnung bezieht. Das Dokument unterliegt den gleichen Vorschriften bezüglich Inhalt und Form wie eine Rechnung. Eine Rückgabe der Originalrechnung ist nicht erforderlich. Zur Berichtigung des unrichtig ausgewiesenen Steuerbetrags ist lediglich der Rechnungsaussteller berechtigt. Selbst bei Zustimmung durch diesen ist es dem Rechnungsempfänger nicht erlaubt, fehlende Angaben zu ergänzen.

Abzugrenzen von der unrichtig ausgewiesenen Umsatzsteuer ist die unberechtigt ausgewiesene Steuer. Davon spricht man, wurde in einer Rechnung Umsatzsteuer ausgewiesen, obwohl der Rechnungsaussteller dazu gar nicht befugt ist (Kleinunternehmer, Fehlen der Unternehmereigenschaft, Nichtausführung der Leistung oder Lieferung). In dem Falle schneidet sich der Aussteller der Rechnung sozusagen ins eigene Fleisch, denn er schuldet den ausgewiesenen Steuerbetrag nunmehr dem Finanzamt.

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