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01.06.2013 - 09:33
Fiskus profitiert vom Arzneimitteleinkauf in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben die gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel im Jahr 2012 mehr als eine Milliarde Euro ausgelegt. Der Fiskus hat davon ganz schön profitiert, denn auf Medikamente wird die Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben.
Das Finanzamt kassiert hier natürlich richtig ab. Die Staatskasse hat allein aus Sachsen-Anhalt über 167 Millionen Euro Steuern bekommen. Bundesweit hat der Fiskus mehr als 4,4 Milliarden Euro erhalten. Die Zahlen hat die Techniker Krankenkasse von Sachsen-Anhalt ermittelt und sich auf die Berechnung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände berufen.
Jens Hennicke, der Leiter der Techniker Krankenkasse-Landesvertretung in Sachsen-Anhalt hat erklärt: „der ermäßigte Satz von sieben Prozent für Medikamente ist längst überfällig“. Es sei nicht nachzuvollziehen, das für Schnittblumen, Hundefutter, Hotelübernachtungen und Zeitschriften der Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelte, aber für Medikamente, die häufig lebensnotwendig sind, der volle Mehrwertsteuersatz erhoben werde. Von den Ländern der EU sind es auch Bulgarien und Dänemark, die auf Arzneimittel den vollen Satz von 19 Prozent Mehrwertsteuer erheben.
Fast alle anderen EU-Länder erheben auf Medikamente bereits den ermäßigten Satz. Es gibt sogar solche Länder, die vollständig auf die Mehrwertsteuer verzichten, wenn es um Arzneimittel geht. Dadurch entsteht natürlich nicht nur den Krankenkassen der Vorteil, dass sie weniger Ausgaben haben, auch die Verbraucher merken es an ihrem Geldbeutel, wenn sie Medikamente brauchen, die rezeptfrei sind.
Durch die hohe Mehrwertsteuer in Deutschland fließt nicht in die Pharmazie das ganze Geld, denn der größte Teil geht an das Finanzamt. Vielleicht wird auch dieses Thema bald in die Politik mit einfließen, wenn es darum geht, in das Chaos der Mehrwertsteuer endlich eine Übersicht zu erhalten.

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