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09.10.2012 - 13:40
Händler der Deutschen Bank stehen im Verdacht, in Umsatzsteuer-Betrügereien verwickelt zu sein

Mehrere Händler der Deutschen Bank wurden in der vergangenen Woche freigestellt. Der Grund: Sie sollen im großen Stil in Umsatzsteuer-Betrügereien verwickelt sein. Vorerst sind mindestens fünf Angestellte betroffen. Es könnten aber durchaus noch mehr werden.

Die Deutsche Bank selbst gibt dazu kein Statement ab, verweist lediglich auf den angekündigten Kulturwandel von den neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Sie schlossen in Zukunft diejenigen Geschäfte aus, die dem guten Ruf des Instituts schaden könnten.

Die derzeit freigestellten Beschäftigten werden verdächtigt, in Kooperation mit internationalen Banden den deutschen Staat um Hunderte Millionen Euro geschädigt zu haben. Die Basis für derartige Betrugsmaschen bildet vermehrt der Handel mit Verschmutzungsrechten beziehungsweise Emissionszertifikaten (Emissionsrechtehandel). Durch sogenannte Umsatzsteuer-Karusselle konnten sich zahlreiche Firmen über unrechtmäßige Steuererstattungen freuen.

Diese Affäre setzt die Deutsche Bank einem enormen Druck aus. Bereits 300 Millionen Euro an Kosten musste das Institut für Rückzahlungen und den Verzicht auf Steuererstattungen in Kauf nehmen.

Von der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft werden mindestens sieben Händler der Beteiligung an den Betrügereien verdächtigt. Im April 2010 erfolgte bereits eine Razzia, jedoch wurden einige der Händler vorab gewarnt. Bis zum heutigen Tage konnte die undichte Stellen bei den Behörden nicht ausgemacht werden.

Noch unter der Führung Josef Ackermanns wurde erklärt, dass keinerlei Anhaltspunkte für ein kriminelles Agieren von eigenen Mitarbeitern vorlägen. Während der Ermittlungen offenbarte sich, dass die Deutsche Bank frühzeitig eine Warnung erhalten hatte. Ende 2009 wandte sich die englische Steuerbehörde an die Deutsche Bank London. Der Emissionshandel in der EU stehe nach dessen Meinung zu 85 bis 95 Prozent mit Betrugskriminalität im Zusammenhang. Trotzdem blieb man seinen Geschäften treu. Eine ehemalige Londoner Führungskraft soll sogar einen persönlichen Vorteil aus den schmutzigen Geschäften gezogen haben.

Mit der Verurteilung von kriminellen Geschäftsleuten zu hohen Haftstrafen durch das Frankfurter Landgericht Ende 2011 kamen ebenfalls die eigenartigen Geschäftspraktiken der Deutschen Bank ans Licht.

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