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10.07.2014 - 14:24
Höhere Mehrwertsteuer in Japan hat größere Auswirkungen als Tsunami 2011

Gut gedacht war es von der Regierung Japans ja: Mit einer Mehrwertsteuerhöhung von fünf auf acht Prozent sollten eigentlich die steigenden Sozialkosten finanziert werden. Gleichzeitig sollte eine Animation der Verbraucher zu mehr Konsum und der Durchbruch bei der Deflationsmentalität erreicht werden. Anfangs sah es auch so aus, als ginge der Plan auf. Bevor im April die Mehrwertsteuer stieg, kauften die Menschen tatsächlich mehr. Die Wirtschaft konnte im ersten Quartal 2014 ein derart starkes Wachstum wie in den letzten zwei Jahren nicht mehr verbuchen. Das ließ hoffen. Anscheinend schlossen sich die Japaner dem Vorhaben ihrer Regierung an und bescherten ihnen die gewünschten höheren Steuereinnahmen. Doch weit gefehlt. Als im April die Erhöhung in Kraft trat, ging die Konsumfreude der Menschen schlagartig zurück. Der Umsatz fiel um 13,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Verglichen mit dem April 2012 waren es 4,6 Prozent weniger. Damit bescherte die Steuererhöhung dem Land den stärksten Konsumrückgang seit dem Tsunami im März 2011. Aber nicht nur der Konsum war von der Anhebung der Mehrwertsteuer betroffen. Weiter sank die Industrieproduktion im Jahresvergleich um 2,5 Prozent. Somit fiel der Rückgang im April ebenfalls stärker als erwartet aus.

Seit April 2012 sind die Verbraucherpreise in Japan um 3,2 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit 13 Jahren. Schon im März 2014 erhöhten sich verglichen mit dem März des vergangenen Jahres die Preise um 1,3 Prozent. Nach Einschätzung der japanischen Notenbank wird die Teuerungsrate zwei Prozent erreichen. Seit 15 Jahren herrscht in Japan Deflation. Die Notenbank brachte immer wieder „billiges“ Geld in den Wirtschaftskreislauf ein. Mehr als eine Billion Euro soll es in den letzten zwei Jahren gewesen sein. Japan gibt trotzdem nicht auf und versucht, den Abwärtstrend mit allen erdenklichen Mitteln zu stoppen.

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