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01.03.2012 - 21:26
Höhere Mehrwertsteuer kann auch Deutschland treffen

Es ist noch gar nicht lange her, da sorgte die Mehrwertsteuererhöhung in Frankreich für großes Aufsehen. Nun legt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Studie vor, worin eine höhere Mehrwertsteuer für Deutschland ebenfalls befürwortet wird. Im Gegenzug dazu soll die Lohnsteuer sinken. Laut Meinung der OECD wird die arbeitende Bevölkerung mit Abzügen in Form von Abgaben und Steuern zu stark belastet, während Immobilien und Konsum lediglich einer geringen Belastung ausgesetzt sind. Die starke Gewichtung von Abgaben auf das Arbeitseinkommen bremst das Wirtschaftswachstum. Um eine Änderung in diesem Zusammenhang herbeizuführen, sei eine höhere Mehrwertsteuer denkbar.

Die letzte Erhöhung der Mehrwertsteuer resultiert aus dem Jahre 2007. Damals wurde der Satz von 16 auf 19 Prozent angehoben. Trotzdem ist der Mehrwertsteuersatz immer noch wesentlich niedriger als in anderen Ländern der Europäischen Union. Das Hauptproblem sieht die OECD allerdings nicht beim allgemeinen Steuersatz, sondern bei den ermäßigten Steuern in Höhe von sieben Prozent. Diese Steuer findet auf zu viele Waren Anwendung. So werden Lebensmittel in der Regel mit sieben Prozent besteuert, gleichzeitig aber auch Tierfutter und Bücher. Durch die niedrigere Besteuerung solcher Dinge hat der Staat alljährlich einen Steuerausfall in zweistelliger Milliardenhöhe zu verkraften. Würde die ermäßigte Besteuerung eingeschränkt, könnte die Besteuerung des Arbeitseinkommens gesenkt werden.

Das Anheben der Steuern auf Immobilien könnte dem Fiskus ebenfalls mehr Geld bescheren. Vom Gesamtsteueraufkommen machen die Immobiliensteuern gerade einmal ein Prozent aus. Im Vergleich dazu liegen Sozialversicherungsbeiträge und Einkommensteuer bei 64 Prozent. Betrachtet man die Zahl gemeinsam mit den anderen der in der OECD zusammengeschlossenen Industriestaaten – es sind 34 an der Zahl – liegt man deutlich über dem Durchschnitt von 52 Prozent. Blickt man nun noch einmal auf den Anteil der Immobiliensteuern zurück, bewegt sich Deutschland ebenfalls wieder weitab vom Durchschnitt. Diesmal aber in die andere Richtung. Die Steuern auf Immobilien machen im OECD-Schnitt drei Prozent des Gesamtsteuereinkommens aus. Die Erhöhung dieser Steuer hätte im Gegensatz zu den anderen Steuerarten kaum einen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.

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