S

hallo

Sprungnavigation

Direkt zum Inhalt, zur Hauptnavigation, zur Unternavigation, zur Suche

Hauptnavigation

Das Informationsportal zum
Thema Umsatzsteuer aus
aller Welt.

30.05.2012 - 21:29
Hohe Benzinpreise bringen kein Plus an Umsatzsteuer

Die hohen Preise für Kraftstoffe sind den Bürgern ein Dorn im Auge. Da helfen auch die Versprechen der Politiker nichts. Sie versuchen immer wieder, den stetig steigenden Benzinpreisen einen positiven Aspekt zu geben und sprechen häufig davon, dass sich das Staatssäckel durch die steuerlichen Mehrreinnahmen besser füllen ließe. Das dem nicht so ist, zeigt einmal mehr eine Auskunft des Bundesfinanzministeriums.

Das Bundesfinanzministerium geht nicht davon aus, dass der Staat durch die hohen Benzinpreise ein Plus an Umsatzsteuer zu verzeichnen hat. Das teilte das Ministerium auf eine Anfrage der Grünen mit. Diese wurde anlässlich des Vorschlags von Philipp Rösler (FDP) betreffend der Erhöhung der Pendlerpauschale in dem Maße, dass der Fiskus von den Mehreinnahmen aus der Umsatzsteuer wegen des hohen Benzinpreises profitiert, an das Bundesfinanzministerium gestellt.

Demzufolge stehen die Preissteigerungen bei Kraftstoffen nicht zwingend mit Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer in Verbindung. Hartmut Koschyk als Finanz-Staatssekretär bringt die höheren Ausgaben für Kraftstoffe bei gleich bleibender Sparquote und bei gegebenem Einkommen mit geringeren Ausgaben bei anderen Gütern in Verbindung.

Der Bundesregierung lägen derzeit lediglich bis zum Jahr 2010 Daten über die Ausgaben für Kraftstoffe in den privaten Haushalten vor. Daraus könne eine Rückrechnung auf das Umsatzsteueraufkommen erfolgen. Die Auswertung derselben ergibt Kraftstoffausgaben der privaten Haushalte für das Jahr 2008 in Höhe von 44,7 Milliarden Euro. In 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise, sanken die Ausgaben auf 39,4 Milliarden Euro. Im darauffolgenden Jahr erreichten die Ausgaben mit 43,7 Milliarden Euro fast die Höhe von 2008. Aus den Zahlen lässt sich eine Umsatzsteuer für 2008 von 7,1 Milliarden Euro, für 2009 6,3 Milliarden Euro und für 2010 rund sieben Milliarden Euro errechnen.

Das Ergebnis ist damit nicht unbedingt positiv. Wirtschaftsminister Rösler ist mit diesen Zahlen blamiert, so die Vizevorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn. Das Finanzministerium entlarvt das Versprechen des Politikers, aus gestiegenen Mehrwertsteuereinnahmen die Pendlerpauschale zu erhöhen, als Milchmädchenrechnung.

< Umsatzsteuerpflicht besteht ebenfalls für private Vielverkäufer bei ebay  |  « Zurück zur Übersicht »  |  Sparpläne in Italien sollen ohne Erhöhung der Mehrwertsteuer realisiert werden >

Die URL dieser Seite ist: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/news/hohe-benzinpreise-bringen-kein-plus-an-umsatzsteuer.html
Gedruckt am Sonntag, den 17.12.2017 .

Alle Informationen wurden nach besten Wissen erstellt.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen kann jedoch keine Haftung übernommen werden.

Die Texte und Grafiken auf www.die-mehrwertsteuer.de sind urheberlich geschützt.
Jede Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Genehmigung durch uns.
Beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/nutzungsbedingungen.html

© Copyright by FRASUDIA UG (haftungsbeschränkt) | www.die-mehrwertsteuer.de


Notizen: