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30.05.2012 - 21:31
In Krisenzeiten sind Steuererhöhungen ein probates Mittel

Steckt der Staat in der Krise und es gibt Finanzlöcher zu stopfen, wird gern die Mehrwertsteuer hergenommen. Das bestätigt das europäische Statistikamt Eurostat. Die vergangenen Krisenjahre wurden von den EU-Mitgliedstaaten fleißig für Steuererhöhungen genutzt. Sowohl die Unternehmens- wie auch die Verbrauchssteuern hob man in den 27 Mitgliedstaaten zum Teil erheblich an.

Im aktuellen Jahr werden Spitzensteuer- und Körperschaftssätze ebenso ansteigen wie die Mehrwertsteuer. Im Bericht ist von der EU als Hochsteuerzone im Vergleich zur übrigen Welt die Rede. Von ihren Bürgern holen sich die Staatskassen in Form von Abgaben und Steuern durchschnittlich 38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Gegensatz zu Japan und den USA liegt dieser Wert 40 Prozent höher.

Mit dem Auftreten der ersten Krisensymptome im Jahr 2009 sanken die Staatseinnahmen zwar, aber bereits 2010 wurde von den Ländern gegengesteuert und das größtenteils mit höheren Steuersätzen.

Eurostat spricht für die Zukunft von einer Steigerung der Staatseinnahmen in Höhe von einem Prozent des BIP. Diese sind eng mit der Steuerlast verbunden. In Zahlen ausgedrückt sind das rund 125 Milliarden Euro.

Obgleich innerhalb der EU große Unterschiede bei der Besteuerung herrschen, entwickelte sich der Trend überall in die gleiche Richtung. Nahezu flächendeckend erhöhten die Staaten während der Krise in den vergangenen beiden Jahren die Lasten. Lettland und Litauen nehmen weniger als 30 Prozent des BIP ein. In Schweden und Dänemark sind es dagegen mehr als 45 Prozent. Somit sind die beiden Staaten Spitzenreiter bei der Abgabenlast gemessen am BIP. Deutschland geht ebenfalls nicht kleinlich zur Sache und knöpft seinen Bürgern 38 Prozent des BIP ab.

Besonders beliebt bei den Regierungen ist die Mehrwertsteuererhöhung. Die Steuer hält für die Bürger kaum Ausweichmöglichkeiten bereit. Ein Herumkommen um die Mehrwertsteuer gibt es nur bei Konsumzurückhaltung. Trotzdem ist einkaufen unerlässlich, wodurch der Fiskus dementsprechend auf die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer bauen kann. Andere Steuern wie Vermögens- oder Einkommenssteuern treffen lediglich bestimmte Personengruppen und lassen sich zudem häufig umgehen. Die Mehrwertsteuer betrifft alle Bürger und sichert dem Staat sein Einkommen. Laut Eurostat-Experten lassen sich bei vielen Staaten, die aktuell einen überdurchschnittlichen Mehrwertsteuersatz zur Anwendung bringen, finanzielle Schwierigkeiten erkennen und es ist ein Muss zur Konsolidierung des Haushalts gegeben.

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