S

hallo

Sprungnavigation

Direkt zum Inhalt, zur Hauptnavigation, zur Unternavigation, zur Suche

Hauptnavigation

Das Informationsportal zum
Thema Umsatzsteuer aus
aller Welt.

04.06.2012 - 11:04
Konkrete Zahlen zu den Steuererhöhungen der letzten Jahre in den EU-Staaten

Erst kürzlich gab es an dieser Stelle einen Bericht über das gern genutzte Mittel der Steuererhöhungen in finanziell unsicheren Zeiten. Nun folgen konkrete Zahlen in Bezug auf die Mehrwertsteuer, die als unausweichliche Verbrauchssteuer für jedermann oft als Sündenbock herhalten muss.

Seit Ende des Jahres 2008, dem Beginn der Finanzkrise, haben die Regierungen in den Ländern Europas ihren Einwohnern ständig das Leben durch Erhöhungen der Mehrwertsteuer schwerer gemacht. Um satte 1,5 Prozentpunkte stieg die Mehrwertsteuer in den 27 Mitgliedsstaaten der EU in den vorangegangenen vier Jahren an. Das ergibt einen durchschnittlichen Mehrwertsteuersatz von 21 Prozent. Dies ist seit dem Jahr 2000 ein neuer Rekord. Seit 2008 haben 16 Mitglieder eine Erhöhung ihrer Mehrwertsteuersätze vorgenommen. Die Quelle der Angaben ist die jährliche Studie des Statistikamts Eurostat zu den europäischen Steuertrends.

Der Grund für die Steuererhöhungen sind Haushaltssanierungen, in denen man sich anstatt auf die Senkungen der Ausgaben auf die Erhöhung von Abgaben und Steuern stützt. Interessant ist in diesem Zusammenhang ferner die aktuelle Konjunkturprognose der Europäischen Kommission. Für sie wurde eine Untersuchung der Sanierungspläne der Regierungen vorgenommen. Im Ergebnis derer standen auf der Einnahmenseite 0,9 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, während auf der Ausgabenseite lediglich ein Einsparungsvorhaben von 0,5 Prozent auszumachen war. Die Verbrauchssteuererhöhungen, zu denen die Mehrwertsteuer als wichtigste Einnahmequelle zählt, machten allein 0,4 Prozent der Wirtschaftsleistung innerhalb der EU aus. Die Regierungen nehmen dementsprechend eine Belastung des Konsums fast in dem gleichen Maße vor, wie sie zu Reduzierungen bei den Staatskosten bereit sind.

Die Mehrwertsteuer greift am tiefgründigsten in das Leben der Menschen ein. Sie sorgt für eine enorme Verteuerung der Ausgaben und schadet hauptsächlich den Ärmeren. Sie geben im Vergleich zu den Reicheren für Wohnen, Essen und Energie anteilig gesehen wesentlich mehr ihres Einkommens aus. Die Armen in den stark betroffenen Krisenländern leiden unter dem indirekten Belastungseffekt besonders. Ungarn hat mit 27 Prozent den derzeit höchsten Mehrwertsteuersatz in der EU. Portugal, Griechenland und Irland stehen dem mit 23 Prozent kaum nach.

Die Mehrwertsteuererhöhungen im vergangenen Jahr fließen laut Kommission mit einem Viertelprozentpunkt in die Inflationsrate ein. Zusammen mit den steigenden Preisen für Energie wird die Erhöhung der Steuern in diesem Jahr dafür sorgen, dass das Sinken der Teuerung nicht so stark ausfällt, wie man es angesichts der flauen Konjunktur erwarten würde.

< Der „Grüne Punkt“ aus Umsatzsteuersicht  |  « Zurück zur Übersicht »  |  Zum Jahresanfang angehobene Mehrwertsteuer macht Fahrgastschifffahrt zu schaffen >

Die URL dieser Seite ist: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/news/konkrete-zahlen-zu-den-steuererhoehungen-der-letzten-jahre-in-den-eu-staaten.html
Gedruckt am Donnerstag, den 19.01.2017 .

Alle Informationen wurden nach besten Wissen erstellt.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen kann jedoch keine Haftung übernommen werden.

Die Texte und Grafiken auf www.die-mehrwertsteuer.de sind urheberlich geschützt.
Jede Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Genehmigung durch uns.
Beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/nutzungsbedingungen.html

© Copyright by FRASUDIA UG (haftungsbeschränkt) | www.die-mehrwertsteuer.de


Notizen: