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21.07.2009 - 12:08
Mehrwertsteueranpassung in der französischen Gastronomie

In Frankreich wurde recht aktuell die Mehrwertsteuer für die gastronomischen Bereiche gesenkt. Die Wirtschaft soll in diesem Segment mit Hilfe einer Steuerentlastung in dieser Form angekurbelt werden. Seit Anfang Juli 2009 wurde der Mehrwertsteuersatz für Hotels und Gaststätten von 19,6 % auf 5,5 % gesenkt. Es wurde ein ermäßigter Steuersatz für die Branche Gastronomie und Hotelgewerbe eingeführt.

Hintergrund ist folgender: die Gastronomen und Hoteliers sollen in diesem Zuge die eigenen Preise senken, was im Endeffekt zu größeren Umsätzen in der Branche führen soll. Die Frage ist dabei nur, ob diese Rechnung wirklich aufgeht, oder ob es sich hierbei um eine Milchmädchenrechnung handelt.

Erste Erkenntnisse aus einzelnen, gastronomischen Betrieben haben gezeigt, dass die Umsatzsteigerungen dennoch ausbleiben. Kontrollen der Preise haben bereits ergeben, dass nur ungefähr die Hälfte aller betroffenen Unternehmen tatsächlich ihre Preise gesenkt haben. Von Seiten der Regierung wird diese Maßnahme aber gefordert, da die Steuersenkung sonst nicht den gewünschten Effekt erzielen wird. Die Regierung wird bereits ungeduldig, da die Steuersenkung auch für die Staatskasse teuer zu stehen kommt. Es liegt dabei die Vermutung bzw. Befürchtung nahe, dass die Steuerentlastung zum großen Teil in die Kassen der Gastronomen und Hoteliers fließen wird.

Von Konjunkturbelebung ist dann nicht mehr viel zu sehen. Laut dem französischen Finanzministerium sind keine Sanktionen geplant, die auf uneinsichtige Gastronomen und Hoteliers zukommen können. Dies ist alleine deshalb nicht möglich, da die Absprache zwischen Regierung und Gastronomie nur ein moralischer Vertrag ist. Es handelt sich hierbei keineswegs um Verträge, die juristisch nachgehalten werden könnten.

Die Senkung der Mehrwertsteuer ist seit Jahren ein Thema in französischen Regierungskreisen. Dass jetzt tatsächlich eine Senkung für gewisse Bereiche stattgefunden hat, war Kritikern zufolge mehr als notwendig. Es wird davon ausgegangen, dass die Mehrwertsteuersenkung im Bereich Hotelgewerbe und Gastronomie den französischen Staat ca. 2,5 Mrd. Euro kosten wird. Bei Umfragen lässt sich schnell die Tendenz feststellen, dass die Gastronomen und Hoteliers selbst wenig dazu sagen wollen. Es kommt der Verdacht auf, dass die Gastronomie Betreiber sich über das Steuergeschenk freuen, den Kuchen aber nicht mit ihren Gästen teilen wollen.

Es drängt sich die Frage auf, ob dieses Verhalten nicht einen negativen Beigeschmack bekommt, in Bezug auf den Ruf der ganzen Branche. Es bleibt abzuwarten, wie die weitere Entwicklung diesbezüglich sein wird. Auch andere Länder schauen gespannt zu, wie dich das Gastronomie- und Hotelgewerbe in Frankreich entwickelt.

Zu guter Letzt bleibt doch nochmal zu betonen, dass sich ja auch einige Gastronomen an ihre moralische Verpflichtung halten und die Preise gesenkt haben.

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