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04.06.2012 - 11:02
Mehrwertsteuersenkung bei Medikamenten gefordert

Gesundheit ist eine Frage des Geldes, das wird immer deutlicher. Angesichts der steigenden Altersarmut eine denkbar ungünstige Entwicklung. Einerseits steht eine fortschrittliche Medizin zur Verfügung, welche die Alterserwartung enorm steigert, anderseits ist diese nur eingeschränkt nutzbar, weil beispielsweise Medikamente aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Sie unterliegen zu allem Überfluss auch noch der Mehrwertsteuer und nicht nur Ältere sind davon betroffen: Jeder, der Medikamente benötigt, wird zur Kasse gebeten.

Bei der Arzneimittel-Besteuerung liegt Deutschland deutlich hinter den anderen EU-Ländern zurück, gibt Ulrike Mascher als Präsidentin des Sozialverbandes VdK an. Der Verband will sich für die Senkung der Gesundheitskosten für Ältere starkmachen, die hauptsächlich von den Kosten des deutschen Gesundheitssystems belastet werden. Unter anderem sieht der VdK eine Steuersenkung vor. Medikamente müssen für jeden bezahlbar sein, argumentierte Mascher gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“.

Derzeit werden Arzneimittel mit dem allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent belastet. Der Sozialverband fordert als Sofortmaßnahme eine Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent. In Zeiten der ständig steigenden Kosten für die Gesundheit ist es jetzt angezeigt, endlich einmal den Versicherten eine Entlastung zugutekommen zu lassen. Die Honorare für die Ärzte steigen ständig und die Krankenkassen erwirtschaften millionenschwere Überschüsse. Hier besteht dringender Handlungsbedarf zugunsten der Versicherten. Auch die Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalten und die Praxisgebühr bedürfen laut Mascher einer schnellstmöglichen Änderung.

Zu guter Letzt profitieren alle Versicherten von derartigen Maßnahmen, obgleich zum größten Teil die Älteren betroffen sind, da sie in der Regel wesentlich häufiger das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen. Sie gehen regelmäßig zum Arzt und nehmen an zahlreichen Vorsorgeuntersuchungen teil. Teilweise werden ebenfalls für diese Rechnungen gestellt, eine weitere Mehrbelastung also, die überdacht werden sollte. Außerdem sind die Älteren in der Regel mehr auf die ständige Versorgung mit Medikamenten angewiesen, wodurch die Kosten noch einmal deutlich erhöht werden. Insgesamt bedarf das deutsche Gesundheitssystem einer gründlichen Überprüfung und eine Liste schnellgreifender Maßnahmen, damit die Gesundheit unabhängig von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln erhalten werden kann.

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