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25.06.2012 - 16:04
Nachgefragt: Wie ist das eigentlich mit der Mehrwertsteuer beim Kauf außerhalb Deutschlands?

Die Deutschen shoppen für ihr Leben gern und überschreiten dabei oft die Grenzen ihres Landes. Ob man nun aus dem Urlaub etwas mitbringt oder die Ware via Internet ordert, damit man nicht unbeabsichtigt mit dem Fiskus in Konflikt kommt, sollte man sich mit den Mehrwertsteuerregelungen für den Auslandskauf auskennen. Besonders beliebt sind Internetshops aus dem Ausland. Hier lässt sich jeder Wunsch zum wesentlich günstigeren Preis erfüllen.

In der Europäischen Union gestaltet sich das Onlineshoppen ähnlich einfach wie in der Heimat. Die Wareneinfuhr ist in den meisten Fällen abgabenfrei. Die Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern dagegen könnte unangenehme Folgen haben. Zuerst einmal gibt es bestimmte Freimengen, die man einführen darf. Die Grenzen sind aber recht niedrig. Bis zum Wert von 22 Euro sind Waren abgabenfrei. Private Geschenke dürfen einen Wert von 45 Euro besitzen. Liegt man darüber, wird Einfuhrumsatzsteuer fällig. Ab 150 Euro Warenwert kommen außerdem Zollgebühren hinzu.

Die Mehrwertsteuer wird gemäß den geltenden deutschen Vorschriften erhoben. Das heißt, entweder wird der allgemeine Satz von 19 Prozent oder der ermäßigte Satz von sieben Prozent aufgeschlagen. Die Basis bildet der Gesamtpreis einschließlich Zollgebühren und Versandkosten. Der fällige Mehrwertsteuerbetrag muss für eine Kassierung über fünf Euro liegen. Dementsprechend muss man für Waren bis 26,30 Euro in der Praxis nichts zahlen.

Die persönliche Einfuhr beispielsweise bei der Rückkehr aus dem Urlaub unterliegt dagegen anderen Grenzen als den oben genannten. Einfuhren aus der EU sind auch hier abgabenfrei, es sei denn, es liegt der Verdacht vor, dass die eingeführten Waren dem gewerblichen Handel dienen, wie es etwa bei einer großen Menge an Zigaretten oder Spirituosen der Fall ist. Als Richtwerte für eine freie Einfuhr gelten ein Kilo Tabak, 90 Liter Wein, zehn Liter Spirituosen und zehn Kilo Kaffee. Kommt man darüber, muss man den Privatgebrauch nachweisen oder eben Abgaben zahlen.

Für das Mitbringen aus Nicht-EU-Ländern sind dagegen klare Grenzen gezogen. Käufer ab 17 Jahren dürfen demnach bis zu 250 Gramm Tabak, 200 Zigaretten, 16 Liter Bier, vier Liter Wein, 500 Gramm Kaffee und einen Liter Alkohol mit mehr als 22 Volumenprozent abgabenfrei einführen. Bis 300 Euro bleiben andere Waren von Abgaben verschont, bei Schiffs- oder Flugreisen erhöht sich der Wert auf 430 Euro. Zugrundegelegt wird der Wert inklusive der im Erwerbsland geltenden Umsatzsteuer. Das Berechnen der Abgaben erfolgt bis zu einem Wert von 700 Euro zumeist pauschal. Erhoben werden in Deutschland 17,5 Prozent. Jenseits des 700-Euro-Limits fallen Mehrwertsteuer und Zollabgaben an.

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