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08.01.2013 - 08:51
Nahrungsmittel in Tschechien wegen gestiegener Umsatzsteuer seit Jahresbeginn teurer

In Deutschland diskutiert man darüber, in Tschechien ist sie bereits Realität: die Erhöhung des Umsatzsteuersatzes auf Lebensmittel. Zu Beginn des neuen Jahres stieg der ermäßigte Umsatzsteuersatz um einen Prozentpunkt von 14 auf 15 Prozent an. Zugleich wurde der allgemeine Steuersatz von 20 auf 21 Prozent angehoben.

Großartig einstellen konnten sich die Menschen auf die Steuerhöhung nicht. Erst in der Woche vor Weihnachten beschloss das Prager Parlament die Steuerhebung, die Teil eines Sparpaketes ist. Inzwischen wurde eben jenes vom Staatspräsidenten Vaclav Klaus unterzeichnet.

Obgleich die Erhöhung der Umsatzsteuer für die Menschen sehr schnell kam, sind die Einwohner des Landes in Sachen Umsatzsteueranhebung erprobt. Die Letzte liegt gerade einmal knapp ein Jahr zurück. Anfang 2012 stieg der ermäßigte Umsatzsteuersatz von zehn auf 14 Prozent. Der allgemeine Steuersatz dagegen hatte im Jahre 2010 seine letzte Änderung erfahren.

Tschechien ist seit 2004 Mitglied in der Europäischen Union. Der Euro wurde noch nicht eingeführt. Wirtschaftlich gesehen ist Tschechien auf der Gewinnerstraße. Das hat sogar Tradition. Die Wirtschaft Tschechiens beziehungsweise der Tschechoslowakei gehört seit jeher zu den gut entwickelten in Europa. Der Dienstleistungssektor ist der bedeutendste Wirtschaftszweig des Landes und maßgeblich am Bruttoinlandsprodukt beteiligt. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund sechs Prozent.

Trotz der positiven Entwicklungen, die die Wirtschaft nicht erst nach 1989 nahm, ist die Staatsverschuldung hoch. Im Jahre 2009 umfasste sie etwas mehr als 34 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das entsprach 65,5 Milliarden US-Dollar. Dementsprechend ist nun Sparen angesagt. Die Staatskasse wird leerer und leerer. Ein Trend, den man bereits aus anderen EU-Ländern nur zu gut kennt. Die Erhöhung der Verbrauchssteuern ist in den meisten Fällen das erste Mittel der Wahl.

Bei den Verbrauchssteuern handelt es sich um Steuern auf Waren und Dienstleistungen, auf welche die Menschen kaum verzichten können. In Deutschland fallen darunter beispielsweise die Stromsteuer, die Mineralölsteuer und die Erdgassteuer. Die Umsatzsteuer dagegen wird hierzulande als Knotenpunkt zwischen Verkehrs- und Verbrauchssteuer gesehen.

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