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08.01.2013 - 08:56
Österreich denkt über Erhöhungen der Umsatzsteuer auf Dienstleistungen nach

Eine Empfehlung der EU-Kommission spricht sich für eine Umsatzsteuersenkung auf Dienstleistungen aus. Die sich daraus ergebenden Vorteile wiegen weitaus schwerer als die Einnahmeausfälle.

Frankreich ist Vorreiter. Dort wurde die Umsatzsteuer auf 5,5 Prozent gesenkt, in Deutschland gilt teilweise ein Satz von sieben Prozent und die Schweiz darf sich mit 3,8 Prozent als absoluter Spitzenreiter im Ranking um die niedrigste Umsatzsteuer bezeichnen. In Österreich, Italien und Kroatien ist man mit zehn Prozent dabei. Doch das stößt gerade den österreichischen Hoteliers mächtig auf. Sie sind gegenüber den Ländern mit einem niedrigeren Steuersatz im Nachteil und können sich auch gegen Italien und Kroatien mit dem gleichen Steuersatz nicht wirklich behaupten. Und nun denkt die Regierung Österreichs auch noch über eine Steuerhöhung in diesem Bereich nach.

Die Tourismusbranche soll künftig ihre Dienstleistungen mit 22 Prozent versteuern. Legt man diesen Steuersatz bei einem durchschnittlichen Hotel zugrunde, bedeutet dies eine jährliche Steuermehrbelastung von über 150.000 Euro. Vertreter der Branche sehen die Steuerpläne gar nicht gerne. Sie möchten lieber die Nachbarländer als Vorbild nehmen und die Steuern senken.

Mit der Senkung der Umsatzsteuer auf entsprechende Dienstleistungen konnte man zum Beispiel in Deutschland in den vergangenen Jahren neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen. Mehr als 11.000 von ihnen sprangen durch die Steuersenkung heraus. Aber das ist noch nicht alles: Etwas mehr als neun Millionen Euro steckte man in die Weiterbildung der Mitarbeiter und fast 940 Millionen wurden in Renovierungen, Neuanschaffungen, Aus- sowie Umbauten investiert.

Auch in Kroatien, einem Land, in welchem der Tourismus eine große Rolle spielt und wo der Euro weitaus mehr wert ist als in Österreich, wurde die Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen von 25 auf zehn Prozent abgesenkt. Damit will man konkurrenzfähig bleiben und ist bestens für die bevorstehende Urlaubssaison gerüstet.

In Österreich ist sommers wie winters Saison, was noch mehr für eine Verminderung des Steuersatzes spricht. Schließlich kann man hier sozusagen ganzjährig von günstigeren Steuern profitieren und somit einen entscheidenden Beitrag zur Wirtschaft leisten.

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