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20.06.2012 - 14:44
Österreich und Deutschland – so gleich und doch so unterschiedlich

Deutschland und Österreich sind Nachbarländer. Man spricht die gleiche Sprache, hat eine auf vielen Strecken gleiche Geschichte und kauft die gleichen Dinge. Da dürften doch eigentlich kaum Unterschiede bestehen. Die gibt es aber und zwar sogar im gewaltigen Ausmaß. Besonders deutlich wird dies bei den Waren des täglichen Bedarfs.

Nach einer aktuellen Studie der Wifo, die von der AK in Österreich in Auftrag gegeben wurde, sind zum Teil Preisunterschiede von mehr als zehn Prozent gegeben. Gegenstand der Studie waren die Preise für Produkte, die es sowohl in Deutschland wie auch in Österreich gibt. Selbst nach Abzug der Mehrwertsteuer, die in Deutschland niedriger als in Österreich ist, waren die Erzeugnisse in Wien noch um 6,8 Prozent teurer als in München.

Der Fokus der Studie wurde auf Marken- und Billigprodukte gelegt. Letztere sind in Österreich ebenfalls rund sieben Prozent teurer. Im vergangenen Jahr wurde ein Preisanstieg von 3,6 Prozent in Österreich verzeichnet. Das war eine der größten Erhöhungen innerhalb der Eurozone. Demgegenüber steht aber eine recht geringe Inflationsrate. Bei den Nahrungsmitteln war der Preisanstieg höher als der Durchschnitt. Satte 4,4 Prozent ging es nach oben. Im Vergleich dazu waren es im gesamten Euroraum nur 2,5 Prozent. Große Unterschiede lassen sich bei Kaffee, Obst und Öl feststellen. Österreich hat allgemein in der Eurozone das vierthöchste Preisniveau im Lebensmittelbereich.

Der AK-Präsident Herbert Tumpel spricht von ungerechtfertigten Aufschlägen, die ausgenutzt werden. Wer diese erhebt, das müssen die österreichischen Behörden nach Meinung von Tumpel herausfinden. Große Hoffnungen setzt er auf das vom Ministerrat am vergangenen Dienstag beschlossene Wettbewerbspaket. Es sieht vor, dass Unternehmen in Zukunft hohe Preise mit tatsächlich angefallenen Kosten beweisen müssen. Bisher war es Aufgabe der Behörden, zu hohe Preise nachzuweisen und die Unternehmen dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Allein durch die Preisentwicklungen in Europa sind die hohen Preise in Österreich nicht erklärbar. Selbst die Mehrwertsteuer hat kaum einen Einfluss auf die erhobenen Preise.

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