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20.05.2014 - 17:21
Rechnungsstellung mit und ohne Umsatzsteuer – das Bundesfinanzministerium klärt auf

Das Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22. August 2013 bezüglich der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen hat für einige Unklarheiten gesorgt. Das Bundesfinanzministerium gab nunmehr ein Schreiben heraus, das endgültig die letzten Zweifel beseitigen soll.

Stichtag zur Anwendung der neuen Rechtslage ist der 14. Februar 2014. Bis zu diesem Tag gilt: Handelt es sich um einen Unternehmer als Auftraggeber, der über 10 Prozent seiner Vorjahresumsätze aus Bauleistungen bezogen hat, dann ist er der Steuerschuldner. Seit dem 15. Februar 2014 ist derjenige der Steuerschuldner, der die erhaltenen Bauleistungen zur Ausführung von Bauleistungen verwendet.

Die neue Regelung führt dazu, dass die Bauunternehmer von ihren Kunden eine entsprechende Bestätigung benötigen, ob diese die erbrachte Bauleistung selbst zum Erbringen einer Bauleistung nutzen oder eben nicht. Dadurch wird die Rechnungsstellung verzögert, was wiederum zu Nachteilen bei der Liquidität führt. Dazu hat das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 8. Mai 2014 unter dem Az. IV D 3 – S 7279/11/10002-03 Stellung bezogen. Es teilt mit, dass eine nachträgliche Einholung einer schriftlichen Bestätigung des Leistungsempfängers/des Auftraggebers nicht notwendig ist.

Im Vertrag kann bereits die Verwendung der Bauleistung verbindlich festgelegt werden. Kommt es später zu einer Abweichung von der Vereinbarung, in dem Falle also nicht zum Einsatz der erhaltenen Bauleistung für die Erbringung einer weiteren Bauleistung, so hat das keinen Einfluss auf die Steuerschuldnerschaft. Hatte der Bauunternehmer allerdings vorher Kenntnis davon, muss eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erteilt werden.

Um Kunden und Bauunternehmer die Anwendung der neuen Regelungen zu vereinfachen, gelten diverse Übergangs- und Nichtbeanstandungsregelungen. Hierin werden etwa geleistete Anzahlungen oder ein Baubeginn vor dem oben genannten Stichtag und die Fertigstellung danach berücksichtigt.

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