S

hallo

Sprungnavigation

Direkt zum Inhalt, zur Hauptnavigation, zur Unternavigation, zur Suche

Hauptnavigation

Das Informationsportal zum
Thema Umsatzsteuer aus
aller Welt.

09.10.2012 - 13:42
Richtungsweisendes Urteil zum Vorsteuerabzug in Bürogemeinschaften

Mit der Frage, welche Angaben in einer Rechnung einen Vorsteuerabzug rechtfertigen, musste sich unlängst der) beschäftigen. Immer wieder kommt es hier zu Meinungsverschiedenheiten. Nunmehr wurde ein richtungsweisendes Urteil zum Vorsteuerabzug in Bürogemeinschaften am 19. September 2012 unter dem Aktenzeichen XI R 32/10 veröffentlicht. Darin wurde eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug ausgeschlossen, sofern sich die Angaben in der Rechnung lediglich auf Formulierungen wie „Personalgestellung-Schreibarbeiten“ und „Büromaterial, Porto, EDV, Fachliteratur“ beschränken.

Geklagt hatte der Inhaber einer Rechtsanwaltskanzlei, der weiterhin Mitgeschäftsführer bei einer Steuerberatungsgesellschaft mbH (GmbH) war. Der Kläger arbeitet mit der Rechnungsausstellerin/GmbH in einer Bürogemeinschaft zusammen. Dabei nutzte er die Leistungen der Gesellschaft für seine dortige Tätigkeit. Am Ende des Jahres wurden diese Leistungen abgerechnet.

Als Grundlage dafür dienten der GmbH die darstellbaren Kosten. So wurde festgestellt, ob die monatlichen Zahlungen in etwa mit den tatsächlich entstandenen Aufwendungen zusammenpassten. Unter Berücksichtung des Gesamtaufwandes, bei dem es sich im Grunde genommen lediglich um eine Schätzung handelte, wurde eine eventuelle Nachzahlung festgelegt. Vom Finanzamt wurden allerdings die daraus geltend gemachten Vorsteuerbeträge nicht anerkannt.

Der BFH gab dem Finanzamt recht. Im Umsatzsteuergesetz ist in § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 UStG klar definiert, dass zum Vorsteuerabzug eine nach den §§ 14, 14a UstG ausgestellte Rechnung vorhanden sein muss. Folgende Angaben müssen in einer ordnungsgemäßen Rechnung enthalten sein: bei der Lieferung von Gegenständen die Menge und Art (handelsübliche Bezeichnung) derselben, bei einer sonstigen Leistung der Umfang und die Art derer. Sind die notwendigen Rechnungsangaben nicht vorhanden oder unzutreffend, hat der Leistungsempfänger keinen Anspruch auf einen Abzug der Vorsteuer.

Bei der streitgegenständlichen Rechnung mangelte es an hinreichend Angaben zum Umfang der abgerechneten Leistungen. Bei der gewählten, allgemeinen Formulierung sei eine Mehrfachabrechnung in einer anderen Rechnung nicht auszuschließen. So fehlte beispielsweise bei der Position „Personalgestellung – Schreibarbeiten“ die Anzahl der geleisteten Stunden. Zudem war aus der Angabe „Nachzahlungs- [Zeitraum] 2008“ nicht der Umfang der erbrachten Leistungen zu entnehmen.

< Bei Raummietvertrag und Nebenleistungen kann eine einheitliche Leistung vorliegen  |  « Zurück zur Übersicht »  |  Das Fehlen der Umsatzsteueridentifikationsnummer ist kein Grund zum Versagen der Steuerbefreiung >

Die URL dieser Seite ist: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/news/richtungsweisendes-urteil-zum-vorsteuerabzug-in-buerogemeinschaften.html
Gedruckt am Samstag, den 18.11.2017 .

Alle Informationen wurden nach besten Wissen erstellt.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen kann jedoch keine Haftung übernommen werden.

Die Texte und Grafiken auf www.die-mehrwertsteuer.de sind urheberlich geschützt.
Jede Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Genehmigung durch uns.
Beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/nutzungsbedingungen.html

© Copyright by FRASUDIA UG (haftungsbeschränkt) | www.die-mehrwertsteuer.de


Notizen: