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30.09.2014 - 13:23
RWI errechnet einheitlichen Mehrwertsteuersatz

Das Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz errechnet. Das deutsche Umsatzsteuersystem könnte nach Ansicht der Wirtschaftsforscher mit einem einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 16,7 Prozent auf alle Umsätze an Transparenz und Effizienz gewinnen.

Bei einer Anpassung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes müssten Geringverdiener zwar einen höheren Anteil ihres Einkommens für die Mehrwertsteuer ausgeben. Dieser Nachteil könnte den Wirtschaftsforschern zufolge durch eine Anhebung des steuerfreien Grundfreibetrags ausgeglichen werden. Auf der anderen Seite würden Haushalte mit starken Einkommen über den ermäßigten Umsatzsteuersatz nicht mehr subventioniert.

Die Forscher des RWI arbeiteten bei ihren Berechnungen mit Daten aus dem Jahr 2012 und demnach beliefen sich die Staatseinnahmen aus der Mehrwertsteuer auf rund 195 Milliarden Euro. Die Mehrbelastung der Geringverdiener würde sich mit dem Einheitssatz von 16,7 Prozent auf 70 Euro pro Jahr belaufen.

Zur Zeit liegt die Steuerbelastung mit der Mehrwertsteuer bei den einkommensschwächsten Haushalten bei 15,7 Prozent des Haushaltsnettoseinkommens. Bei den einkommensstärksten Haushalten hingegen beläuft sich die Belastung durch die Mehrwertsteuer nur auf 7,4 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens.

Im Jahr 2012 zeichnete sich die Umsatzsteuer für ein Drittel des Gesamtsteueraufkommens des Staates verantwortlich. Aktuell gibt es in Deutschland einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent und einen auf 19 Prozent belaufenden vollen Mehrwersteuersatz. Einige Dienstleistungen und Produkte unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Weltweit zählt das deutsche Umsatzsteuersystem und das Steuersystem als wenig verständlich verbunden mit einer hohen Komplexität. Eine umfassende Reform des Umsatzsteuersystems plant die Politik seit Jahren aber wurde bislang nicht oder nur unzureichend umgesetzt.

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