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22.02.2012 - 14:23
Schock für Pizzaliebhaber – das Bringen der heißgeliebten Köstlichkeit wird bald höher besteuert

Eine leckere Pizza, frisch gemacht und vom Lieferdienst direkt ins Haus gebracht, was gibt es Schöneres? Bald wird man sich die Bestellung beim Pizzaservice aber zwei Mal überlegen, ebenso ist es bei anderen Lieferdiensten, denn die Bundesregierung plant eine Steuererhöhung für eine derartige Dienstleistung. Damit reagiert sie auf eine Reihe von Urteilen, die in der letzten Zeit vom Bundesfinanzhof und vom Europäischen Gerichtshof gefällt wurden. Aktuell befindet sich die geplante Mehrwertsteuererhöhung von sieben auf 19 Prozent noch in der Prüfungsphase, aber man muss wohl davon ausgehen, dass die Steuererhöhung kommen wird. Ein anderer Weg ist nicht in Sicht.

Somit werden die Currywurst und die Pommes am Imbissstand weiterhin mit sieben Prozent versteuert. Es handelt sich dabei um einfache Imbissgerichte beziehungsweise Standardspeisen, deren Zubereitung lediglich aus Heißmachen besteht. Sobald allerdings der Kunde spezielle Wünsche zur Zusammenstellung der Speisen äußert, diese zudem mit einem erhöhten Aufwand zubereitet werden müssen und im Endeffekt vielleicht sogar noch ausgeliefert werden, überwiegt der Dienstleistungscharakter und Dienstleistungen unterliegen dem allgemeinen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Dabei muss nur ein Dienstleistungselement zutreffen, um die 19 Prozent zu rechtfertigen. Wie sich die Steuererhöhung letztendlich in der Praxis auswirkt, bleibt abzuwarten. Eine Preiserhöhung ist für manche Lieferdienste sicher nicht zwingend erforderlich, wer aber nur von Auslieferungen seinen Umsatz bestreitet, wird kaum darum herumkommen.

Der Streit um die Besteuerung von Speisen an Imbissbuden und Co schwelt schon lange. Im vergangenen Jahr gab es beispielsweise auch ein Urteil des Bundesfinanzhofes, wonach eine Currywurst, die im Stehen verzehrt wird, mit sieben Prozent versteuert werden darf. Setzt sich der Kunde mit seiner Currywurst an einen Tisch, der zur Imbissbude zugehörig ist, werden für die Wurst 19 Prozent fällig. Der Hotel- und Gaststättenverband ist von der angekündigten Steuererhöhung keinesfalls begeistert. Er sehe lieber eine einheitliche Besteuerung von Speisen mit sieben Prozent. Damit würde man das Problem der Abgrenzung ein für alle Mal lösen, doch es ist fast schon sicher, dass die Bundesregierung ihre Steuererhöhung durchbringen wird.

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