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26.06.2012 - 00:34
Schweiz verliert Status des Steuerparadieses an Singapur

Als einer der letzten sicheren Häfen für Steuerflüchtlinge gilt heute Singapur, nachdem das Schweizer Bankgeheimnis inzwischen ebenso löchrig geworden ist wie der berühmte Schweizer Käse. Der Inselstaat Singapur wird seit einiger Zeit als wohl letzte wirkliche Steueroase von den Fachleuten für Finanzen benannt. Singapur ist die wohl sauberste und reinlichste Großstadt der Welt. Mit hohen Strafen wird hier jegliche Verschmutzung der öffentlichen Flächen und Gebäude geahndet. In der U-Bahn der Metropole darf weder gegessen noch getrunken werden und wer einen Kaugummi auf die Straße spuckt, kann mit einer rigoros hohen Geldstrafe rechnen. Der Finanzplatz Singapur hat im Jahre 2009 die OECD-Standards übernommen und wurde damit eigentlich von der grauen Liste der Steuerparadiese gestrichen. Doch das Bankgeheimnis in Singapur bleibt ebenso streng, wie die Gehwege der Stadt sauber. Wer hier das Bankgeheimnis bricht, wandert gar für einige Jahre ins Gefängnis.

Singapur ist heute die neue Schweiz
Fachleute erwarten Singapur bereits für 2013 an der Spitze der Bankenstandorte und nennen den Inselstaat gar die neue Schweiz. Da Singapur nun einmal nicht ganz so nah liegt wie die Schweiz, ist es wichtig, mit anderen Mitteln die Kommunikation zu den Großbanken in Singapur aufrechtzuerhalten. Immer stärker werden heute auch im Bankenwesen Videokonferenzsysteme genutzt. Schließlich möchte man sein Gegenüber kennen, bevor man ihm größere Summen seines Geldes anvertraut und einen Flug nach Singapur werden sicher die wenigsten Anleger in Erwägung ziehen. Dennoch ist Singapur eine Reise wert und die Behörden sind bekannt für die problemlose Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen gerade für Europäer. Der Tropenstaat bietet inzwischen bereits fünfzig internationalen Großbanken ein Zuhause für ihren asiatischen Hauptsitz. So ist denn auch ein großer Teil der etwa fünf Millionen Einwohner direkt oder indirekt mit dem Bankenwesen der Metropole verbunden.

Schnelles Wachstum in Singapur
Im Jahre 2011 wuchs der Finanzplatz Singapur um 25 Prozent, das ist das schnellste Wachstum eines Bankenplatzes überhaupt. Es ist unbekannt, wie viel von dem Geld, das nun in Singapur angelegt wird, aus der Schweiz stammt, da die Gelder in der Regel nicht direkt von den Konten in der Schweiz zu einem Singapurer Konto transferiert werden. Die meisten Kunden lösen ihre Konten in der bisherigen Steueroase Schweiz einfach auf und eröffnen binnen kürzester Zeit neue Konten in Singapur. Wer sein Geld tatsächlich in Singapur anlegen will, sollte dies nicht auf ein Konto bei einem Ableger der deutschen, schweizer oder österreichischen Banken tun. In diesen Fällen kann von den europäischen Staaten das strenge Bankengeheimnis von Singapur aufgeweicht oder umgangen werden.

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