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12.09.2012 - 13:54
Seit letztem Samstag ist in Spanien alles teurer

Am vergangenen Samstag war meteorologischer Herbstanfang und die Zeichen stehen auf
Sturm, zumindest in Spanien, denn dort wurde am 1. September die Mehrwertsteuer erhöht.

In der letzten Augustwoche herrschte so etwas wie Torschlusspanik. Der Eine kaufte noch schnell ein neues Auto, der Andere ging zum Friseur und der Nächste versuchte sein Glück im Supermarkt, um für die nächsten Wochen ein paar Lebensmittel zu ergattern. Die seit langen angekündigte Mehrwertsteuererhöhung ist am 1. September in Spanien in Kraft getreten.

Das von Arbeitslosigkeit und Schulden arg gebeutelte Land verspricht sich von der Erhöhung der Mehrwertsteuer Einsparungen. Im Vorfeld konnte sich der Handels- und Dienstleistungssektor in Spanien sicher nicht über einen guten Umsatz beklagen. Wer konnte, nutzte noch schnell die Möglichkeit und sicherte sich Waren beziehungsweise Dienstleistungen zu einem günstigeren Preis.

Mancherorts zeigten sich überaus skurrile Geschäftsideen. Zum Beispiel verkauften Veranstalter von Musikfestivals in Katalonien bereits jetzt Eintrittskarten für Konzerte, die erst im nächsten Frühjahr veranstaltet werden und das, obwohl man nicht einmal weiß, welche Musiker überhaupt auftreten.

Spanien scheint im Konsumrausch, aber bei näherem Hinsehen ist genau das Gegenteil der Fall. Viele haben zum Monatsende kein Geld mehr für größere Anschaffungen. Nach Auskünften der Branchenverbände ist es lediglich eine kleine Minderheit, die in der Lage ist, von langer Hand geplante Neuerwerbungen vorzuziehen. Alle anderen müssen in den sauren Apfel beißen und die höhere Mehrwertsteuer über sich ergehen lassen.

Schon Wochen vor der Steuererhöhung haben Supermarktketten angekündigt, dieselbe nicht an ihre Kunden weiterzugeben. Kauft man bei Mercadona, Lidl oder Ersoki dürfte man vorerst nicht mit höheren Preisen konfrontiert werden. Nach Erwartung von Experten erfolgt eine langsame, schrittweise Anhebung im Laufe der Zeit.

Nicht nur die Einwohner Spaniens sind von Erhöhung der Mehrwertsteuer betroffen, auch die Touristen haben daran zu knabbern. Zu den betroffenen Regionen gehören ebenfalls die von den Deutschen überaus geliebten Baleareninseln. Der allgemeine Mehrwertsteuersatz ist von 18 auf 21 Prozent gestiegen, der ermäßigte Steuersatz, welcher bisher zugleich für Übernachtungsleistungen galt, von acht auf zehn Prozent. Unverändert geblieben ist dagegen der Steuersatz von vier Prozent für Bücher und Grundnahrungsmittel.

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