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08.01.2013 - 08:36
Staat hat Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe dank Strompreiserhöhung

Über die Strompreiserhöhung zum 1. Januar 2013 waren die Verbraucher nicht gerade begeistert, der Staat aber kann sich freuen: Er wird durch die gestiegenen Preise für den Strom mit 3,4 Milliarden mehr Umsatzsteuer belohnt. Schuld daran ist die Anhebung der EEG-Umlage. Sie soll die Kosten für die Umstellung auf und die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen decken, und zwar in Form einer Förderung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in das öffentliche Stromversorgungsnetz. Zusätzlich wird die Umlage mit derzeit 19 Prozent Umsatzsteuer versteuert.

Um rund 13 Prozent erhöhen sich die Strompreise im Durchschnitt. Für ungefähr 41 Millionen Haushalte bedeutet dies, wieder einmal tiefer in die Tasche greifen zu müssen und nicht nur den Stromkonzernen, sondern ebenfalls dem Staat satte Gewinne zu bescheren. In Zahlen ausgedrückt betragen die Mehrausgaben insgesamt etwa 17,8 Milliarden Euro.

Als Basis für die Kalkulation der Strompreise gilt ein Jahresverbrauch von 607 Milliarden Kilowattstunden, wobei ein Preis von 26 Cent pro Kilowattstunde zugrundegelegt wird. Weiterhin findet die Befreiung von der EEG-Umlage, welche den großen Industrieunternehmen mit einem hohen Stromverbrauch gewährt wird, Beachtung. Und auch die Netzentgelte, deren Anteil zehn Prozent am gesamten Verbrauch ausmacht, werden berücksichtigt. In Deutschland sichern 468 Anbieter die Stromversorgung ab.

Energieexperten sind der Meinung, dass die nun an die Stromversorger durch die zusätzliche Einnahmequelle fließenden Mehreinnahmen teilweise an die umlagezahlenden Verbraucher zurückgegeben werden sollte. Eine derartige Rückzahlung würde durchschnittlich 82 Euro pro Haushalt betragen. Wie aktuelle Studien ergaben, liegt Deutschland mit seinem Strompreis gegenwärtig mehr als 30 Prozent über dem EU-weiten Durchschnitt. Unter diesem Hintergrund ist eine solche Rückzahlungsoption noch interessanter.

In den nächsten Jahren wird noch einiges auf die Stromverbraucher zukommen. Laut Netzentwicklungsplan der Bundesregierung müssen bis 2030 etwa 135.000 Kilometer kommunale und regionale Stromtrassen in Deutschland neu gebaut werden. Rund 21.000 Kilometer bereits bestehender Trassen bedürfen eines Umbaus. Insgesamt belaufen sich die Kosten dieser Vorhaben auf 27,5 Milliarden Euro. Das benötigte Geld wird mittels der Netzentgelte auf die Stromverbraucher verteilt.

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