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04.10.2014 - 14:19
Steuersatz von 16,7 Prozent macht Umsatzsteuer transparenter und effizienter

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung e. V. hat ermittelt, dass mit einem einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 16,7 % das deutsche Umsatzsteuersystem wesentlich transparenter und effizienter gestaltet werden könnte. Zwar müssten dann Geringverdiener im Durchschnitt einen etwas größeren Anteil ihres Einkommens als Umsatzsteuer zahlen, um dem entgegenzuwirken, käme allerdings eine Anpassung des einkommenssteuerlichen Grundfreibetrags in Frage. Die einheitliche Steuer würde zugleich dazu führen, dass einkommensstarke Haushalte keine Unterstützung durch ermäßigte Sätze erfahren würden.

Die Berechnungen des RWI haben ergeben, dass aus ökonomischer Sicht die vollständige Abschaffung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes und eine gleichzeitige aufkommensneutrale Senkung des Regelsatzes sinnvoll wären. Die Basis der Berechnungen bildete der Rechtsstand aus dem Jahr 2012. Damals betrug das Mehrwertsteueraufkommen knapp 195 Milliarden Euro. Würden die Ermäßigungstatbestände aufkommensneutral abgeschafft, ergebe sich daraus ein einheitlicher Steuersatz von 16,7 %. Die einkommensschwächste Gruppe müsste basierend darauf 16,4 % ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Umsatzsteuer aufwenden, die einkommensstärkste Gruppe würde mit 7,5 % belastet. Im Ergebnis entspräche dies einer durchschnittlichen Mehrbelastung von einkommensschwachen Haushalten von 70 Euro im Jahr beziehungsweise von 0,7%-Punkten.

Angesichts der Unübersichtlichkeit des deutschen Mehrwertsteuersystems könnte der einheitliche Steuersatz tatsächlich für eine bessere Transparenz und Effizienz sorgen. Die Mehrwertsteuer ist eine der bedeutendsten Einnahmequellen des Staates. Etwa ein Drittel des Gesamtsteueraufkommens entfiel 2012 auf sie. Steuerschuldner sind in der Regel die Unternehmen, die aber die Steuerlast auf die Endverbraucher abwälzen. Aktuell gelten in Deutschland zwei Umsatzsteuersätze: der Regelsatz von 19 % und der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Dazu gesellen sich Dienstleistungen und Waren, die komplett von der Umsatzsteuer befreit sind. Diverse Ausnahmeregelungen sorgen für noch mehr Verwirrung im Steuersystem.

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