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10.11.2011 - 12:49
Wann zählt die Zustellgebühr für Sendungen als durchlaufender Posten und wann ist es ein umsatzsteuerpflichtiges Entgelt?

Seit einigen Jahren hat die Deutsche Post nicht mehr das Monopol für Zustelldienste und es drängen nunmehr immer mehr private Anbieter auf den Markt. Das macht es den Unternehmern nicht gerade leicht bei der Berechnung der Vorsteuer, also der Umsatzsteuer, welche sie gegen die Steuerlast aufrechnen können.

Grundsätzlich muss erst einmal beurteilt werden, ob die Weiterberechnung des Portos an den Kunden des Zustelldienstes eine umsatzsteuerpflichtige Leistung ist oder ob es sich lediglich um einen durchlaufenden Posten handelt.

Nun hat die Oberfinanzdirektion in Frankfurt am Main eine Richtlinie zu dieser Frage herausgegeben. Nach dieser handelt es sich um einen durchlaufenden Posten ohne Umsatzsteuer, wenn der Kunde mit der Deutschen Post eine Rechtsbeziehung eingeht. Wird das Entgelt für den Kunden bei der Post verauslagt und anschließend an diesen weiterberechnet, ist es ein durchlaufender Posten. Bleibt jedoch die Deutsche Post völlig außen vor, holt der Zustelldienst die Sendungen direkt beim Kunden ab und stellt sie selbst beim Empfänger zu, liegt eine umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit vor. Jetzt unterliegt das zu entrichtende Entgelt dem allgemeinen Steuersatz.

In der Praxis sieht dies so aus, dass das weiterbelastende Unternehmen auf keinen Fall die Umsatzsteuer der Zustellgebühr gesondert ausweisen sollte. In dem Moment wird die Umsatzsteuer nämlich zur Zahlung fällig, egal, ob der zugrunde liegende Betrag tatsächlich versteuert war oder nicht.

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Gedruckt am Sonntag, den 26.03.2017 .

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