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08.01.2013 - 08:53
Wieder kein Erfolg bei der Senkung der Umsatzsteuer für e-Books

Die steuerliche Ungleichbehandlung von gedruckten Büchern und sogenannten e-Books führte in der Vergangenheit zu einigen Diskussionen. Erstere werden mit dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent versteuert, auf Letztere wird der allgemeine Steuersatz von 19 Prozent fällig. Die Verbände sprachen sich unlängst wieder einmal für eine Änderung dieser Ungleichbehandlung aus und scheiterten erneut.

Warum steuerlich derartige Unterschiede bestehen, ist schnell erklärt. Ein gedrucktes Buch sowie eine gedruckte Zeitung oder Zeitschrift zählen zu den Presseerzeugnissen und diese fallen in Deutschland unter die Kulturgüter. Dazu gehören übrigens weiterhin Konzerte und Theateraufführungen. Kulturgüter genießen hierzulande eine steuerliche Vergünstigung, sprich werden statt mit 19 nur mit sieben Prozent besteuert. E-Books jedoch fallen nicht darunter. Doch warum eigentlich? Am Inhalt kann es nicht liegen, er unterscheidet sich in der Regel nicht von dem im gedruckten Exemplar. Der Grund ist in der Betrachtungsweise des e-Books zu suchen. Hierbei handelt es sich nämlich um eine Dienstleistung und die wird nun einmal mit 19 Prozent versteuert.

Der vorliegende Fall ist ein schönes Beispiel für das Steuerwirrwarr in Deutschland, welches immer wieder heftig diskutiert wird, bis heute allerdings kaum eine Änderung erfahren hat. Obgleich man das e-Book ebenfalls lesen muss, es den gleichen Inhalt wie die gedruckte Version aufweist und es zumeist den gleichen Preis aufweist, betrachtet der Staat die digitale Ausgabe als Dienstleistung, die vom Verlag oder dem jeweiligen Buch-Shop für die Kunden angeboten wird.

Eine erneute Petition im vergangenen Herbst brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Im Internet wurde eine Unterschriftensammlung initiiert. Man wollte sich im Bundestag Gehör verschaffen. 50.000 Unterschriften wären dafür notwendig gewesen, am Ende waren es leider nur rund 2.000. Nichtsdestotrotz wird der Kampf um die ermäßigte Besteuerung weitergehen. E-Books werden in der Zukunft eine große Rolle spielen und wesentlichen Anteil am Umsatz von Verlagen und Autoren haben. Daher muss früher oder später eine Einigung erreicht werden.

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Gedruckt am Samstag, den 22.07.2017 .

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