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23.05.2017 - 13:47
Zinswende - Milliardenrisiko für Staatsschulden

Zur Zeit sorgt die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Entlastung der deutschen Staatsschulden, doch eine mögliche Zinswende könnte sich zu einem Milliardenrisiko entwickeln. Die Finanzkrise im Jahr 2008 ließ die Schulden innerhalb von zwei Jahren auf 81 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) klettern. Seit 2014 muss der Staat keine neue Schulden aufnehmen und der Haushalt ist ausgeglichen.

Im Zusammenspiel mit dem Wirtschaftswachstum führt dies zu einer jährlich sinkenden Staatsschuldenquote, doch in den öffentlichen Haushalten erfolgt dennoch keine Schuldentilgung. Die Niedrigzinsen entlasten den Staatshaushalt, doch sollte eine Zinswende mit steigenden Zinsen eintreten, klettert die Zinsausgabenquote. Steigt der Durchschnittzinssatz um ein Prozent über zehn Jahre, ist eine Schuldentilgung von 22,5 Milliarden Euro pro Jahr notwendig, damit die Zinsausgabenquote konstant gehalten werden kann.

Die Zinsausgabenquote bezeichnet das Verhältnis der Zinsausgaben zur Wirtschaftsleistung. Sollte sich der Zinsanstieg innerhalb der kommenden zehn Jahre auf 1,4 Prozent belaufen, muss der Staat eine Tilgungsrate von 47,7 Milliarden Euro jährlich leisten. Ein Schuldenabbau würde für einen besseren Spielraum der öffentlichen Finanzen sorgen.

Aktuell liegen die Staatsschulden bei rund 2,2 Billionen Euro und der Bundeshaushalt erzielt Haushaltsüberschüsse in Milliardenhöhe. Die Steuereinnahmen werden nach Berechnungen der Steuerschätzer bis zum 2021 auf über 800 Milliarden Euro steigen, doch nach dem derzeitigen Stand sollen die Bürger nicht umfassend steuerlich entlastet werden.

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Gedruckt am Samstag, den 23.09.2017 .

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