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20.06.2012 - 14:38
Zum Jahresanfang angehobene Mehrwertsteuer macht Fahrgastschifffahrt zu schaffen

Am Anfang des Jahres wurde die Mehrwertsteuer für die Fahrgastschifffahrt vom ermäßigten Steuersatz in Höhe von sieben Prozent auf den allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent angehoben. Das lässt die deutschen Reedereien nach Alternativen suchen. Auf den internationalen Gewässern ist es beispielsweise möglich, durch die Anmeldung in einem Land wie etwa Malta die Steuerabgaben zu drücken. Trotzdem fahren die Unternehmen Verluste ein, zumindest diejenigen, die ebenfalls auf den deutschen Flüssen mit Fahrgastschiffen unterwegs sind.

Schon bei der Debatte über die Steuererhöhung in den vergangenen Jahren wurde gegenüber dem Bundesfinanzministerium von Seiten der Reedereien darauf hingewiesen, dass die deutsche Schifffahrt hart ums Überleben kämpfen muss. Alle Gegenargumente nutzten nichts; die Steuererhöhung wurde Realität. Doch auch die Schiffe, die vorrangig auf deutschen Flüssen eingesetzt werden, haben die Möglichkeit zum Ausweichen und die werde man sicher nutzen, war von den Reedereien zu hören. Ausländische Flüsse haben ebenfalls ihren Reiz. In den angrenzenden Ländern muss man außerdem erheblich weniger Mehrwertsteuer zahlen. In Belgien fallen sechs Prozent Steuern an, in Luxemburg sind es gar nur drei und in Frankreich 5,5 Prozent.

Betroffen sind von der Steuererhöhung rund 17 Millionen Kunden. Welche Auswirkungen die höheren Steuern letztendlich haben, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Umsatzeinbrüche sind aber bereits zu verzeichnen. Die Zahlungen bei den Gruppenreisen sind konstant geblieben, bei Familienreisen dagegen müssen Vergünstigungen sein, um die Verluste geringer zu halten. Unter anderem können die Kinder häufig kostenlos mitfahren, damit die Reisen gebucht werden.

Die Hauptsaison auf den Flüssen hat noch nicht begonnen. Ein Resümee lässt sich erst zum Ende des Jahres ziehen, wenn konkrete Zahlen vorliegen. Auch das Wetter spielt in der Schifffahrtbranche eine Rolle. Immerhin sind nicht nur die Kreuzfahrer betroffen, sondern gleichfalls die Ausflugsschiffe, die Tagestouren anbieten. Bei schlechtem Wetter zieht man lieber Indooraktivitäten vor, anstatt im Inneren eines Schiffes durch Scheiben in die verregnete Gegend zu schauen.

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