Umsatzsteuer Dänemark
Omsaetningsavgift (MOMS)
Das Land Dänemark liegt nördlich von Deutschland in Europa und ist ein Königreich. Dänemark gehört schon seit 1973 zur EU. Die Gebiete Grönland und die Färöer Inseln gehören zu Dänemark und der NATO, aber nicht zur EU. Die Amtssprachen dieser beiden Gebiete sind eigenständig.
In Dänemark gilt ein Umsatzsteuersatz von 25%, der EU-weit recht hoch angesiedelt ist. Einen ermäßigten Steuersatz gibt es nicht. Die Umsatzsteuer, kurz auch Ust genannt, besteuert den Austausch von Leistungen. Die Bemessungsgrundlage hierbei ist der Erlös, den ein Unternehmer für seine Leistungen im Inland erzielt. Dänemark gilt EU-weit als ein Land mit den höchsten Umsatzsteuer-Sätzen.
Aufgrund des hohen Umsatzsteuersatzes sind die Lebenshaltungskosten in Dänemark im Allgemeinen recht hoch. Daneben gibt es einige Regelungen, die die wirtschaftliche Gesamtbelastung weiter erhöhen, wie zum Beispiel das Verbot, Umsatzsteuer auf Fahrzeuge oder Benzin als Vorsteuer geltend machen zu können. Dänemark ist ein schönes Land, aber steuerlich gesehen recht uninteressant.
Die Bezeichnung der Umsatzsteuer im Land Dänemark lautet: Omsaetningsavgift (MOMS). Sämtliche Rechnungen sind nach dänischem Recht mit 25% Umsatzsteuer sowie der Währung in Dänischen Kronen anzugeben. Die Umsatzsteuererklärungen sind für mittelgroße Betriebe und für ausländische Betriebe grundsätzlich alle drei Monate abzugeben und zu bezahlen. Dies bedeutet, dass die Quartalsmeldung für den Zeitraum Januar bis März (1. Quartal) wird am 1. Mai fällig. Also es bleibt ein Monat Zeit für die Buchführung, dann sind die Anmeldung und die Steuer auf jeden Fall fällig. Zudem müssen für alle Rechnungen die jeweiligen Originalbelege eingefügt werden. In Dänemark gibt es nur die so genannte „Soll“-Versteuerung, d. h. mit Rechnungsausgang und nicht mit der Lieferung wird die Umsatzsteuer fällig.
Interessant dagegen ist, dass Dänemark in der Statistik der Bestechlichkeit ganz weit hinten liegt. Dies liegt in der Mentalität der Dänen, denn sie sind grundsätzlich der Auffassung, dass mit anderen Menschen fair, offen und ehrlich umgegangen wird. Dänemark ist ein sehr kleines Land mit gerade einmal gut 5 Millionen Einwohnern. Fahrzeuge gelten dort als Luxus. Auch Dinge des täglichen Bedarfs sind dort sehr teuer, zumal es den ermäßigten Steuersatz nicht gibt.
Viele Dänen arbeiten in Deutschland, da dort die Arbeitsbedingungen besser sind. Andererseits pendeln aber auch einige Deutsche nach Dänemark zum Arbeiten, da dort die bürokratischen Hürden nicht so hoch sind. Wenn deutsche Unternehmen deutsche Mitarbeiter nach Dänemark entsenden, gibt es verschiedene Regelungen, die es zu beachten gilt. Noch mehr Aufmerksamkeit erfordert die Entsendung von Mitarbeitern aus anderen EU-Ländern oder Nicht-EU-Ländern nach Dänemark. Diese Regelungen sind recht komplex, genau wie in Deutschland. Sie umfassen die Sozialversicherung, eine gültige Aufenthaltsgenehmigung, Kalkulation von den Arbeitskosten einschlieβlich Lohnkosten und noch vieles mehr.
Ein deutsches Unternehmen, welches dänische Mitarbeiter beschäftigt, unterliegt umfassend den arbeits- und sozialrechtlichen Bedingungen Dänemarks. Es finden sich immer noch genügend deutsche Firmen, die in Dänemark deutsche und dänische Mitarbeiter beschäftigen, und das trotz der hohen Umsatzsteuern dort.
Es gibt keine Zölle mehr zwischen Deutschland und Dänemark. Dies ist seit der Zollunion Bestandteil der Kooperation zwischen den Ländern. Schwierigkeiten können im Hinblick auf die Steuerpflichten, die bei der Durchführung von Aufträgen in Dänemark entstehen können, für deutsche Unternehmen auftreten.
Entwicklung der Steuersätze
| Zeitraum | Normalsatz | Ermäßigtersatz |
|---|---|---|
| 03.07.1967 – 31.03.1968 | 10,0% | – |
| 01.04.1968 – 28.06.1970 | 12,5% | – |
| 29.06.1970 – 28.09.1975 | 15,0% | – |
| 29.09.1975 – 29.02.1976 | 15,0% | 9,25% |
| 01.03.1976 – 02.10.1977 | 15,0% | – |
| 03.10.1977 – 30.09.1978 | 18,0% | – |
| 01.10.1978 – 29.06.1980 | 20,25% | – |
| 30.06.1980 – 31.12.1991 | 22,0% | – |
| seit 01.01.1992 | 25,0% | – |
Letzte Aktualisierung am: 21.10.2009
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