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Umsatzsteuer in Kroatien

Porez na dodanu vrijednost

Die Republik Kroatien liegt zwischen den Ländern Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien Herzegowina und Montenegro, und weist eine Größe von ca. 55.000 km² auf. Mit etwas über 4 Millionen Einwohnern ist es für europäischen Standard relativ dünn besiedelt. Zudem verfügt Kroatien über mehr als 1200 Inseln, von denen allerdings nur 46 bewohnt sind.

Kroatien war lange Jahre Teil der Republik Jugoslawien. Erst 1995 erreichte das Land nach fast vier Jahre dauernden Kriegshandlungen die Unabhängigkeit. Dieser Krieg hinterließ sowohl bei der Bevölkerung als auch bei der Infrastruktur und der Wirtschaft erhebliche Spuren. Kroatien war jedoch bereits zu Zeiten Jugoslawiens die Region mit dem zweit höchsten BIP. Aus dieser guten wirtschaftlichen Basis konnte sich Kroatien relativ schnell von den verheerenden Folgen des Krieges erholen. Ein wichtiger Teil des Wiederaufbaus und der Weiterentwicklung waren die Anlehnung an die EU, wofür bereits 2001 Abkommen getroffen wurden. Kroatien hatte damit freien Zugang zum EU-Binnemarkt, und damit ein hervorragendes Entwicklungspotential. Seit 01.07.2013 ist Kroatien ein Mitglied der EU.

Auch in Kroatien ist die Mehrwertsteuer ein wichtiger Einnahmefaktor im Staatshaushalt. Zuletzt wurde sie zum 01.03.2012 auf Grund des hohen Defizit im Staatshaushalt auf einen Satz von 25% angehoben. Mit dieser Erhöhung liegt Kroatien im oberen Bereich der in der EU gültigen Mehrwertsteuersätzen. Daneben gibt es einen ermäßigten Steuersatz von 10%, sowie einen stark ermäßigten Steuersatz von 5%.

  • Der ermäßigte Steuersatz wird zum Beispiel angewendet bei
    • bestimmte Zeitungen und Zeitschriften (auch 5% oder 25% )
    • Nahrungsmittel (auch 5% oder 25% )
    • Restaurantdienstleistungen
    • Hotelübernachtungen
  • Die Anwendung den Steuersatzes von 5% wird eingeschränkt auf:
    • bestimmte Lebensmittel, wie Brot und Milch
    • bestimmte Zeitungen oder Zeitschriften mit wissenschaftlichen oder bildenden Hintergrund
    • Bildungsangeboten
    • Finanz- und Versicherungsleistungen

Kroatien hat sich bereits vor einiger Zeit das Ziel gesetzt, möglichst bald die Aufnahme in die EU zu erreichen. Da die Umsatzsteuerregelungen in den EU-Ländern im Grundsatz gleich sind, hat Kroatien ein Mehrwertsteuersystem eingeführt, dass bereits sehr nah am EU-Standard liegt. Wie in allen europäischen Ländern ist auch in Kroatien eine monatliche Umsatzsteuervorauszahlung zu leisten, die sich aus der Differenz der eingenommenen Umsatzsteuer und der bezahlen Vorsteuer ergibt. Unternehmen, deren Umsatz unter 300.000 HRK jährlich liegt (das entspricht etwa 41.000 €) können die Umsatzsteuererklärung vierteljährlich abgeben.

Ausländische Unternehmer, die keinen Sitz oder Niederlassung in Kroatien haben, müssen sich dort steuerlich registrieren lassen, sofern sie Geschäfte abwickeln, die in Kroatien der Umsatzsteuer unterliegen. Der Schwellenwert liegt bei 85.000 HRK Jahresumsatz (was etwas 11.600 € entspricht). Ab diesem Umsatz ist die Registrierung Pflicht. Allerdings besteht in Kroatien auch die Pflicht einen Fiskalvertreter einzusetzen. Der Fiskalvertreter nimmt nicht nur die steuerliche Vertretung des Unternehmers wahr, sondern ist auch für die Zahlung der Steuern zuständig. Er tritt also gegenüber den Finanzbehörden an die Stelle des Unternehmers.

Kroatien hat hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistung in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Der Anteil der Landwirtschaft liegt zwar mit 9% immer noch etwas höher als in anderen Industriestaaten Europas, jedoch zeigt der Anteil der Industrie von 32%, dass das Land auf dem besten Weg ist. Der Dienstleistungssektor nimmt mit 59% den größten Anteil an, was insbesondere auf den großen Tourismusbereich zurückzuführen ist. Der Export spielt in Kroatien seit Jahren eine große Rolle. Leider liegt nach wie vor ein relativ hohes Außenhandelsdefizit vor, was auf einen relativ hohen Importbedarf zurückzuführen ist.

Entwicklung der Steuersätze

Zeitraum Normalsatz Ermäßigter Satz Stark ermäßigter Satz
01.08.1998 – 31.10.1999 22,0%
01.11.1999 – 31.12.2005 22,0% 0,0%
01.01.2006 – 31.07.2009 22,0% 10,0% 0,0%
01.08.2009 – 28.02.2012 23,0% 10,0% 0,0%
01.03.2012 – 31.12.2012 25,0% 10,0% 0,0%
01.01.2013 – 31.12.2013 25,0% 10,0% 5,0%
Seit 01.01.2014 25,0% 13,0% 5,0%

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Gedruckt am Montag, den 18.12.2017 .

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