Umsatzsteuer Litauen

Pridetines vertes mokestis

Litauen ist das südlichste Land des Baltikums und bisweilen eine Region die nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient hätte. Denn Litauen kann man allein aufgrund der geographischen Lage durchaus als sehr attraktives Urlaubsziel bezeichnen und gerade auch in touristischer Hinsicht erlebt die rund 3,3 Millionen große Republik einen starken Wandel. So lädt das Land mit seinen rauen Regionen förmlich zur Erkundung ein, es besitzt durchaus eine Naturoase die von den vergangenen tektonischen Ausläufern interessant geprägt wurde und Litauen ist mit seinen Sandstränden sowie seinen weißrussischen Hügelketten eine Region der Abwechslung. Hier findet man eine raue aber durchaus charmante Kulisse vor, die von vielen kleinen Seen dominiert wird und die auch in kultureller Hinsicht den Vergleich nicht scheuen muss. Dabei nimmt gerade die Hauptstadt Vilnius einen dominierenden Part ein, denn hier inmitten von über 200 Naturschutzgebieten war einst der Schauplatz bedeutender historischer Begebenheiten. Daher ist Litauen durchaus ein attraktives Reiseziel, wobei die demokratische Republik auch in wirtschaftlicher Hinsicht als durchaus apart anmutet.

Denn fernab von den üblichen lauten Wirtschaftentwicklungen wie man sie aus Ländern wie Deutschland oder auch den USA kennt, hat sich in Litauen leise eine Marktwirtschaft entwickelt die weit entfernt ist von der lange praktizierten Planwirtschaft des Baltikums. Litauen orientiert sich immer mehr an den durchaus wachsenden Interesse der europäischen Staaten und verzeichnet damit eine wirtschaftliche Konjunktur die mehr als sehenswert ist. Dabei nimmt gerade in Litauen der Export eine dominierende Rolle ein und man konzentriert sich hier wesentlich auf die Produktion von Maschinen, Technikartikel sowie Lebensmitteln und Textilien. Zudem ist in Litauen besonders der Export von Elektrizität ein dominierender Faktor, denn hier wird der höchste europäische Satz an Atomstrom gewonnen. Interessant ist dabei, dass trotz der Umstellung von einer Planwirtschaft zur Marktorientierung Litauen der Spagat gelungen ist, landwirtschaftliche Unternehmen zu erhalten und diese sogar in die neue Struktur zu integrieren. Auf diese Weise entstand im Jahre 2004 ein Land, welches der Bevölkerung ein apartes Netzwerk anbietet.

Dabei muss man jedoch bemerken, dass bisweilen Litauen durchaus in manchen der vier Landesregionen ein kontroverses Spiel der Gegensätze offenbart, welches sich sowohl auf sozialer Ebene als auch in der vorherrschenden Marktwirtschaft äußert. Besonders deutlich wird dies in der Einschätzung der Bevölkerungsstruktur, die bisweilen keine Mittelschicht zulässt und bei der viele der Menschen unter den erhöhten Auswirkungen leiden. Um dies zu verdeutlichen kann man an dieser Stelle anführen, dass Schätzungen nach in Litauen bis zu 200 kleine Dörfer keinen Strom besitzen und auch beim Betrachten der Infrastruktur wird dies besonders deutlich. Daneben macht sich dieses erwähnte Spiel der Gegensätze natürlich auch in der Kaufkraft der Bevölkerung deutlich.

So besitzt Litauen einen Steuersatz von über 21 Prozent der sich mit den gemäßigten Sätzen von 9 sowie 5 Prozent ergänzt und damit werden oftmals Dinge des täglichen Gebrauchs nahezu unerschwinglich für die dort lebenden Menschen. Dabei ist der Steuersatz von 9 Prozent jedoch voraussichtlich nur bis zum 31. Dezember 2010 gültig. Glücklicherweise bezieht sich dabei die umgangssprachlich als Pridetines vertes mokestis bekannte Mehrwertsteuer nicht auf Obrigkeiten wie Arzneimittel, Bücher, Eintritte in Parks oder medizinische Geräte für Behinderte, da hier der prozentuale Steuersatz von 5 Prozent zum Einsatz kommt, während hingegen beim sozialen Wohnungsbau sowie bei der Instandhaltung, der Steuersatz von 9 Prozent angewandt wird. Damit kann man sicherlich sagen, dass die Auswirkungen der Marktwirtschaft sowie der entstehenden Differenzstruktur wenigstens nicht wesentlich auf den notwendigen Lebensbegebenheiten Einfluss nehmen. Jedoch ist aufgrund des Aspekts dass es in Litauen hinsichtlich der Pridetines vertes mokestis keinen sogenannten Nullsatz gibt abzusehen, dass viele Menschen unter den Auswirkungen der Exportentwicklung leiden.

Entwicklung der Steuersätze

Zeitraum Normalsatz Ermäßigtersatz
01.05.1994 – 31.07.1994 18,0%
01.08.1994 – 31.12.1996 18,0% 9,0%
01.01.1997 – 30.04.2000 18,0%
01.05.2000 – 31.12.2000 18,0% 5,0%
01.01.2001 – 31.12.2008 18,0% 5,0% / 9,0%
01.01.2009 – 31.08.2009 19,0% 5,0% / 9,0%
seit 01.09.2009 21,0% 5,0% / 9,0%


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Letzte Aktualisierung am: 09.03.2010

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