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Mehrwertsteuer in Türkei

Katma Deger Vergisi Kanunu (KDVK)

Die Türkei ist mit einer Größe von mehr als 810.000 km² und knapp 78 Millionen Einwohnern ein sehr großes Land, das Europa und Asien verbindet. Der Bosporus, als Grenze zwischen den beiden Kontinenten, zieht sich durch die Millionenstadt Istanbul im Nordwesten des Landes. Die Hauptstadt ist allerdings das deutlich kleinere aber zentral gelegenere Ankara. Die Türkei grenzt an acht Nachbarländer: Griechenland, Bulgarien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Nachitschevan, Iran, Irak und Syrien. Außerdem liegt es zwischen dem Schwarzen Meer, dem Mittelmeer und schließt in der Region um Istanbul das Marmarameer ein. Das Land ist in großen Teilen von Gebirgen beherrscht, lediglich im Osten und im Süden sind größere Ebenen vorzufinden. Trotzdem werden etwa 36% landwirtschaftlich genutzt.

Die Landwirtschaft war seit der Gründung der Republik im Jahr 1923 der wichtigste Sektor im Land. In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft jedoch stark gewandelt. Mittlerweile trägt die Landwirtschaft nur noch mit etwa 11% zum BIP bei. Die Industrie hat mittlerweile einen Anteil von knapp 30%, wobei der Schwerpunkt auf der Textilindustrie, der Autoindustrie und der Elektronikindustrie liegt. Einen enormen Zuwachs konnte auch der Tourismus verbuchen, der mittlerweile eine der wichtigsten Einnahmequellen im Land ist.

Die Mehrwertsteuer wurde erst 1984 eingeführt und heißt in der Landessprache “Katma Deger Vergisi Kanunu” – abgekürzt mit KDVK. Der Aufbau des Umsatzsteuergesetzes ähnelt sehr dem Deutschen, insbesondere in der Unterteilung in Steuerpflicht, Steuerbefreiung , den Bemessungsgrundlagen usw. Allerdings bestehen einige gravierende Unterschiede, wie etwa die fehlende Möglichkeit, dass ausländische Steuerschuldner keine Möglichkeit der Steuerrückerstattung haben. Der Normalsatz liegt zur Zeit bei 18%, daneben gibt es einen ermäßigten Steuersatz von 8% und einen stark ermäßigten Steuersatz von 1%.

  • Mit 8% wird beispielsweise versteuert:
    • Kulturdienstleistungen
    • verarbeitete Nahrungsmittel
  • Der stark ermäßigte Steuersatz mit 1% findet Anwendung bei:
    • Grundnahrungsmittel
    • landwirtschaftliche Produkte
    • Zeitungen
    • Eigentumswohnungen

Daneben gibt es zahlreiche Steuerbefreiungen, worunter auch Exporte fallen, die sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hatten. Als Hauptexportgüter zählen Textilien, Früchte und Gemüse, sowie Eisen- und Stahlprodukte. Die wichtigsten Handelspartner sind neben Deutschland und Großbritannien, die vereinigten arabischen Emirate, Italien, Frankreich und Russland. Trotz dieser umfangreichen Handelsbeziehungen liegt ein erhebliches Außenhandelsdefizit vor, das sich in den letzten Jahren zwar prozentual aber nicht in der Summe reduziert hatte.

Die Türkei steht bereits seit 1999 in Verhandlungen über einen Beitritt in die EU. Sollte es zu einem Beitritt kommen, würde sich die europäische Gemeinschaft damit über den Kontinent Europa hinaus erweitern.

Entwicklung der Steuersätze

Zeitraum Normalsatz Ermäßigter Satz Stark ermäßigter Satz
seit 1985 18% 8% 1%

Die URL dieser Seite ist: http://www.die-mehrwertsteuer.de/de/umsatzsteuer-tuerkei.html
Gedruckt am Samstag, den 23.09.2017 .

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