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10.07.2020 - 13:25
Steuerzahlergedenktag verweist auf hohe Steuerbelastung

Seit dem 9. Juli 2020 arbeiten die Steuerzahler wieder für ihre eigene Geldbörse, während für die Zeit davor rein rechnerisch durch Steuern und Abgaben das Geld in die Staatskasse fließt, wie das Deutsche Steuerzahlerinstitut (DSi) berichtet. Der Steuerzahlergedenktag verschiebt sich jedes Jahr, je nachdem wie hoch die Einkommensbelastung ist.

Die Einkommensbelastungquote eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalts kletterte auf 52,1 Prozent und somit bleiben von einem 1 Euro nur 47,9 Prozent übrig. Die Belastung ist um 1,6 Prozent gesunken und der Steuerzahlergedenktag sechs Tage früher als 2019, doch dafür seien die Folgen der Coronakrise verantwortlich.

Die geringere Belastungsquote resultiert aus einer sinkenden Beschäftigung, weniger Einkommen und einem schwachen Konsum. Der Bund der Steuerzahler konnte zwei erfreuliche Reformmaßnahmen erkämpfen. Einmal die Senkung des Beitragssatzes für die Arbeitslosenversicherung und die Berücksichtigung der Inflation beim Einkommenssteuer-Tarif. Die kalte Progression wurde abgeflacht und die zeitweise Herabsetzung der Mehrwertsteuersätze steuere als Sondereffekt zu der gesunkenen Quote bei.

Im internationalen Vergleich ist die Einkommensbelastungsquote in Deutschland sehr hoch, denn in 34 von 36 OECD-Staaten zahlen Arbeitnehmer weniger in die Staatskasse ein. Die OECD mahnt seit Jahren eine zu hohe Steuer- und Abgabenquote Deutschlands an.

Ein Single kämpft mit einer Belastung von 52,7 Prozent und somit ist in diesem Jahr erst der 12. Juli 2020 sein Steuerzahlergedenktag. Bei Mehr-Personen-Haushalten fiel der Tag auf den 8. Juli 2020 und müssen 51,7 Prozent ihres Einkommens zahlen. Basierend auf diesen Daten fordert der Deutsche Steuerzahlerbund die Politik auf, die Gesamtbelastung auf die Einkommen unter die Grenze von 50 Prozent zu senken.

Als konkrete Forderungen werden eine komplette Abschaffung des Solis, eine spürbare Entlastung der Mittelschicht und eine Werbungskostenpauschale für das Homeoffice der Bunndesregierung vorgeschlagen.

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