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12.09.2012 - 13:52
Das Jahressteuergesetz 2013 macht Verlage über die Verteuerungen von Seminaren wütend

Fortbildungsunternehmen und Verlage sind wütend: Sollten Fortbildungsmaßnahmen in der Zukunft tatsächlich von der Umsatzsteuer befreit werden, müssten Veranstalter und Kunden draufzahlen. Nach Ansicht des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger wäre in dem Falle die Wirtschaft der große Verlierer.

Geht es nach den Plänen im neuen Jahressteuergesetz 2013, gilt für Kongresse und Seminare zukünftig eine Befreiung von der Umsatzsteuer. Das versetzt die Fortbildungsunternehmen und Verlage in Wut. Die geplante Steueränderung trifft nämlich die Anbieter, welche dann nicht mehr zum Vorsteuerabzug berechtigt wären. Dadurch sind finanzielle Mehrbelastungen für den Veranstalter selbst und für gewerbliche Kunden zu befürchten.

Kommt die Änderung wie geplant, ist von einem Kostenanstieg bei Weiterbildungsangeboten von zehn bis 15 Prozent auszugehen. Damit rechnet zumindest Dirk Plate als Justitiar im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), wie in der Montagsausgabe des Handelsblattes zu lesen war. In der Folge wäre von weniger Teilnehmern an Fortbildungsmaßnahmen auszugehen und das wiederum hätte Auswirkungen auf Verlage und Druckereien sowie die Hotelbranche.

Sowohl auf der Abnehmer- wie auch der Anbieterseite wäre die Wirtschaft der große Verlierer, ist die Meinung von Plate. Eine große Anzahl wichtiger Fortbildungsanbieter wird vom VDZ vertreten. Sie laufen gegen die beschlossene Neuregelung des Bundeskabinetts Sturm. Stellvertretend ist Euroforum, C. H. Beck, Vogel, der Deutsche Fachverlag, Haufe, Haymarket und Süddeutscher Verlag zu nennen.

Von der Branche wird eine schnelle Korrektur des Gesetzesvorhabens gefordert. Ein Vorschlag der Unternehmen ist die Einführung einer differenzierten Regelung. Politische Bildungsangebote für Bürger könnten beispielsweise von der Umsatzsteuer befreit werden. Schließlich ist der Otto-Normal-Verbraucher ohnehin nicht zum Abzug der Vorsteuer berechtigt. Es hätte daher keiner einen Nachteil. Kongresse im gewerblichen Bereich müssen hingegen weiterhin mit Umsatzsteuer belegt werden. Das Gleiche gilt für Seminare. Für manche Unternehmen spielt die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug bei Fortbildungsmaßnahmen eine große Rolle. Würde dieser nun abgeschafft, wären Weiterbildungsmaßnahmen unter Umständen von vornherein nicht mehr von Interesse und würden dementsprechend nicht mehr wahrgenommen.

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