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10.01.2012 - 14:50
Liebhaber von E-Books können sich freuen – im Kindle Store sinkt die Mehrwertsteuer

Der Kindle erfreut sich großer Beliebtheit. Es ist die neue Büchergeneration, die man mit ihm erleben kann. Der Kindle speichert E-Books – und das in großer Zahl. Und er macht sie überall verfügbar. Ein Kindle passt in die Hosentasche und bietet eine ganze Bandbreite von Lektüre. Die E-Books gibt es in diversen Onlineshops. Einer davon ist Amazon, Apple ein anderer. Diese Unternehmen haben ihren Firmensitz im Steuerparadies Luxemburg. Das bedeutet, dass man für E-Books dort bisher 15 Prozent Mehrwertsteuer zahlte. Zum 01.01.2012 wurde der Prozentsatz jetzt gar auf drei Prozent gesenkt. Somit zahlen die Erwerber eines E-Books in der Regel bei den in Luxemburg ansässigen Unternehmen wesentlich weniger als bei einem Kauf bei einem deutschen Anbieter. Könnte man zumindest glauben, aber die Realität sieht anders aus.

Die „Werbung“ mit günstigen Steuersätzen ist nicht zufällig, sondern unterliegt einer strengen Planung. Schließlich profitieren die einzelnen Länder davon, wenn sich große Unternehmen ansiedeln. Man spricht von einem flächendeckenden Unterbietungswettbewerb innerhalb der EU. Gerade in der Buchbranche sind riesige Unterschiede bei der Besteuerung zu bemerken. Spanien ist Spitzenreiter mit einem Steuersatz von 25 Prozent für E-Books, in Großbritannien muss man immerhin noch 20 Prozent auf den Nettopreis zahlen, in Frankreich sind es seit Jahresbeginn sieben Prozent und in Luxemburg nun eben drei.

Dabei sind digitale Güter laut EU-Richtlinien eigentlich von ermäßigten Mehrwertsteuersätzen ausgenommen. Die steuersenkenden Länder begründeten ihre Entscheidung allerdings mit einer anderen EU-Vorgabe, nach der ähnliche Güter keinem unterschiedlichen Mehrwertsteuersatz unterliegen sollten. Dementsprechend glich man einfach die Besteuerung der E-Books der von den gedruckten Exemplaren an. Den Kunden von Amazon und Co. kann es allerdings egal sein. Besonders Aufmerksamen ist es sicher nicht entgangen, dass gleichzeitig mit der Steuersenkung die Nettopreise erhöht wurden. Es kommt also am Ende für den Verbraucher das Gleiche raus.

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Gedruckt am Sonntag, den 22.01.2017 .

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