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16.02.2012 - 12:21
Umsatzsteuerrichtlinien für den Kauf von Gold und Silber

Die unsicheren Zeiten an den Finanzmärkten lassen viele Anleger nach Alternativen suchen. Der Kauf von Edelmetallen ist eine solche. Wie jeder weiß, unterliegen Käufe – also der Austausch von Waren – in Deutschland der Umsatzsteuer. Beim Kauf von Edelmetallen gelten allerdings besondere Regelungen. Silber-, Palladium- und Platinbarren werden mit dem regulären Steuersatz von 19 Prozent besteuert. Goldbarren sind dagegen von der Erhebung einer Umsatzsteuer beim Verkauf befreit. Sie müssen allerdings einen Feingehalt von mindestens 900/1.000 besitzen und ein Gewicht vorweisen, welches auf den Goldmärkten akzeptiert wird. Das Gleiche trifft auf Goldplättchen zu.

Auch Goldmünzen sind ohne Umsatzsteuer erhältlich. Sie benötigen den gleichen Feingehalt wie Goldbarren, die Prägung muss nach 1800 erfolgt sein, im Land ihrer Herkunft sind oder waren sie als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt und der Preis darf nicht über 80 Prozent des Offenmarktwertes ihres Goldanteils liegen. Silbermünzen werden entweder mit dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent versteuert oder auf sie wird der volle Umsatzsteuersatz fällig. Jährlich werden die Voraussetzungen für eine ermäßigte Besteuerung aktualisiert.

Nachdem die Versteuerung beim Kauf von Edelmetallen geklärt wäre, drängt sich als zweites Problem die Abgeltungssteuer in die Köpfe der Menschen. Da ist man mit Investitionen in Edelmetalle auf der relativ sicheren Seite. In Deutschland unterliegen Zinsen und Dividende der Abgeltungssteuer. Hinzu kommen Wertsteigerungen bei Kapitalvermögen. Eine erfreuliche Ausnahme gibt es jedoch: Zu Anlagezwecken gekaufte, sogenannte physische Edelmetalle sind von der Abgeltungssteuer ausgenommen. Verkauft man seine Edelmetalle und macht dabei Gewinn, ist dieser steuerfrei, solange die Spekulationsfrist von einem Jahr eingehalten wurde.

Anders ist es bei Aktien oder Fonds betreffend Goldminen. Sie sind auch unter dem Namen Papiergold bekannt. Gewinne oder Verluste beim Erwerb beziehungsweise Verkauf unterliegen der Abgeltungssteuer und das in Unabhängigkeit davon, wie lange man sie in Besitz hat(te). Es kommen die gleichen Regeln wie bei herkömmlichen Fonds und Aktien zur Anwendung. Prinzipiell kann man sich merken, dass alle Goldpapiere für die Abgeltungssteuer relevant sind.

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